33 Verarbeitungsbetriebe für Hanf in Südrussland geplant
Moskau - Die südrussische Region Krasnodar soll in den kommenden Jahren zu einem Zentrum für die Hanfproduktion und -verarbeitung entwickelt werden.
www.proplanta.de 22.04.2012
Das sieht zumindest ein Dokument des „Expertenrates der Agentur für strategische Studien“ (ASI) vor.
Wie die Moskauer Tageszeitung Izvestija dazu kürzlich berichtete, ist der Aufbau von insgesamt 33 Verarbeitungsbetrieben geplant, die aus dem Hanf Mikrozellulose und Bioenergie gewinnen sollen. Mikrozellulose werde in wachsendem Maße in der Rüstungsindustrie Russlands benötigt und gelte als strategischer Rohstoff, der bisher importiert werden müsse.
Neben dem Rüstungskomplex, der auch Hanffasern brauche, solle die landeseigene Hanfproduktion außerdem teilweise Baumwollimporte ersetzen, zitierte Izvestija die in dem Dokument genannten Ziele.

Die erste der 33 Fabriken soll Ende 2013 den Betrieb aufnehmen und ab 2015 jährlich 30.000 t Hanfstängel zu Mikrozellulose und Heizgranulat verarbeiten. Der Investitionsaufwand für den ersten Verarbeitungsbetrieb wird mit 427 Mio. Rbl (11 Mio. Euro) angegeben. Alle 33 geplanten Anlagen zusammen sollen es auf eine nominelle Verarbeitungskapazität von 1 Mio. t Hanfstängel im Jahr bringen. (AgE)