Am Samstag findet in Bern ein Informationsanlass statt, bei dem über Hanf diskutiert wird. Dabei geht es vor allem darum, dass die laut gültigem Betäubungsmittelgesetz verbotene Substanz für viele Betroffene von Multipler Sklerose (MS) eine willkommene Linderung der Symptome mit sich bringt. Vor allem die regelmässig auftretenden Spasmen können durch die Einnahme von Cannabis günstig beeinflusst werden.
Neben Claude Vaney, Chefarzt Neurologie an der Berner Höhenklinik in Montana, und Christoph Schürch von der MS-Gesellschaft wird auch Claudia Zbinden zu Wort kommen. Sie wohnt in Tentlingen, ist Gründerin des Infotelefons "MS und Hanf" und selbst von dieser Krankheit betroffen. "Es geht mir darum, die Leute für unser Anliegen zu sensibilisieren", erklärt sie". Es ist ein Schicksal, mit dem wir leben lernen müssen.
Und wenn wir die Schmerzen mit der Einnahme von etwas Hanfkraut lindern können, dann ist es für uns unverständlich, wenn wir mit den anderen Kiffern in den glei- chen Topf geworfen werden, betont Claudia Zbinden. Es sei doch bes-ser, dieser Krankheit mit einem natürlichen Kraut zu begegnen, als nur Tabletten einzunehmen. Sie wehrt sich dagegen, als Kriminelle verurteilt zu werden. FN/Comm.
Restaurant Galaxy Bern, 13.30 bis 16.30 Uhr.