Dieses Dokument wurde frei aus dem Englischen übersetzt. Es handelt sich um grundlegende Informationen, die zur Weiterverbreitung bestimmt sind und von jedermann gelesen werden sollten. Falls Sie auf einen Fehler stossen, bitten wir um eine kurze Benachrichtigung.
Zusammenfassung
1) WAS IST EIGENTLICH DIESE SACHE MIT DEM HANF?
2. Was ist Cannabis?
3. Woher kommt das Wort Marihuana?
4. Wie kann Hanf als Nahrungsmittel verwendet werden?
5. Welche Vorteile bietet der Hanf gegenüber anderen Kulturpflanzen?
6. Und was ist mit dem Soja?... Ist da Hanf als Protein-Quelle überhaupt konkurrenzfähig?
7. Wie kann Hanf für die Herstellung von Textilien verwendet werden?
8. Warum ist Hanf besser als Baumwolle?
9. Wie kann Hanf für die Herstellung von Papier verwendet werden?
10. Warum kann man nicht weiterhin Holz für die Papierherstellung verwenden?
11. Wie kann Hanf als Treibstoff verwendet werden?
12. Warum ist Hanf besser als Erdöl?
13. Wie kann Hanf als Medikament verwendet werden?
14. Sind diese Medikamente gefährlich?
15. Was kann man sonst noch aus Hanf machen?
2) WARUM IST DER HANF VERBOTEN?
1. Wie und warum ist der Hanf illegal geworden?
2. Gut, aber was hat das alles mit dem Hanf zu tun?
3. Soll man nun daraus schliessen, dass die Regierung nicht imstande war, Gesetze zu schaffen, die Cannabis verbieten, aber den Handel mit Industriehanf doch ermöglichen?
4. Müsste man daraus nicht eine Lehre ziehen?
3) WAS IST HANF? WAS IST ES NICHT? STIMMT ES, DASS...?
1. Speichert sich Cannabis im Fettgewebe und lässt einen monatelang « high »sein?
2. Aber...Cannabis ist doch heute viel stärker als in den 60er Jahren ? (Oder, noch häufiger: Cannabis ist heutzutage 10-mal stärker als in den 60er Jahren!)
3a. Schädigt Cannabis das Gehirn?
3b. Wieso wird man dann « high » wird, wenn Cannabis die Hirnzellen nicht zerstört?
4. Ist schon jemand vom Cannabisrauchen gestorben? 5. Ist es denn nicht so, dass Cannabis kurzfristige Hirnschäden verursacht ?
6a. Wird mein/e Freund/in durch Cannabis zum Psychopathen?
6b. Sind Cannabisraucher gesellschaftliche Aussenseiter?
7. Ist es wahr, dass Cannabis zu Faulheit und Motivationsverlust führt?
8. Öffnet Cannabis die Tür zu anderen Drogen ? Führt Cannabis zum Konsum stärkerer Drogen?
9a. Ich möchte nicht, dass Minderjährige Cannabis rauchen. Wie kann ich sie daran hindern?
9b. Könnten die Cannabis-Pflanzen, die die Leute anbauen, von Kindern gestohlen werden?
10a. Wusstet ihr schon, dass Cannabis bei Jugendlichen das Testosteron vermindert und dadurch zu Problemen in der körperlichen und geistigen Entwicklung führt?
10b. Haben starke Cannabis-Konsumenten eine verminderte Spermienzahl?
10c. Ich habe gehört, dass Cannabiskonsum bei Jugendlichen die Hormonbildung, den Menstruationszyklus und die Fruchtbarkeit beeinträchtigt. Stimmt das?
11. Ist es schlimmer Cannabis zu rauchen als Zigaretten?
12. Leiden die Kinder Cannabis rauchender Mütter am «fötalen Cannabis-Syndrom»?
13. Werden durch Cannabis viele Autounfälle verursacht?
14. Besteht denn nicht die Gefahr, dass alle abhängig werden?
15a. Ist es gut, wenn Arbeitgeber den Urin ihrer Mitarbeiter auf Marihuana testen? Ich möchte sicher sein, dass mein Unternehmen in guten Händen ist.
15b. Würde es nicht immerhin Unfällen und Gesundheitsrisiken vorbeugen?
16. Wäre es nicht besser, alle Konsumenten ins Gefängnis zu stecken?
17. Ich habe gehört, dass Cannabis mehr als 400 chemische Substanzen enthält...Also...?
18. Beeinträchtigt diese Droge mein Immunsystem ? Wenn ja, würde ich mich dann z.B. leichter erkälten?
4) WARUM IST CANNABIS IMMER NOCH ILLEGAL?
1. Warum ist Cannabis IMMER noch illegal?
2. Wie kann ich die Gesetze gegen Cannabis einigermassen sinnvoll finden?
3a. Wo kann ich weitere Informationen finden?
1) WAS IST EIGENTLICH DIESE SACHE MIT DEM HANF?
1. Was ist Hanf?
HANF, männl. (gr. Kannabis). 1. Einjährige Pflanze mit handförmigen Blättern ; Anbau zum Gewinn der Stängel, die eine hervorragende Textilfaser liefern, sowie der Samen zur Herstellung von Öl (Familie der Cannabinacea). Indischer Hanf: Hanfsorte. 2. Hanfwerg, wird durch Rösten und Brechen des Hanfes gewonnen, Textilien aus diesem Material. (Petit Larousse 1989).
Der botanische Name des Hanfs ist « Cannabis sativa L. ». Mehrere andere Pflanzenarten werden ebenfalls als Hanf bezeichnet, aber der Cannabis-Hanf ist die am weitesten verbreitete Art. Tatsächlich bedeutet « Cannabis sativa » « Hanf » (Cannabis) und «nützlich, angebaut» (sativa). Hanf ist eine robuste Pflanze, die seit prähistorischer Zeit zu verschiedenen Zwecken verwendet wird. Die Fasern sind das bekannteste Produkt. Als Hanf werden auch die daraus gefertigten Seile oder Schnüre und der Stängel bezeichnet.
2. Was ist Cannabis?
CANNABIS, männl. (lat., Hanf). Indischer Hanf. Petit Larousse 1989. Cannabis liefert eine der widerstandsfähigsten Pflanzenfasern überhaupt. Aus Hanf werden die dauerhaftesten Textilien hergestellt, „Canvas“ genannt. (Canvas war der einzige Stoff, der beim Kontakt mit Salzwasser nicht verrottete und wurde deshalb für die Herstellung von Segeln verwendet). Ausserdem liefert die Hanfpflanze noch drei andere wichtige Produkte, die sich in dieser Art bei keiner anderen Pflanze finden: Samen, Hanfwerg und therapeutische Substanzen.
Hanfwerg wird als Brennstoff und zur Herstellung von Papier verwendet. Die Samen eignen sich als Nahrung für Mensch und Tier. Das aus den Samen gepresste Öl ist Grundstoff für Farben und Lacke. Präparate aus dem Harz der Blüten und Blätter sind Heilmittel gegen allerlei Krankheiten und Beschwerden.
3. Woher kommt das Wort Marihuana?
Das Wort „Marihuana“ kommt aus der mexikanischen Umgangssprache und kam in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts auf, als die US-Regierung und die Medien eine Reihe von Plänen entwickelten, um den „Marihuana“-Konsum zu diffamieren und letztendlich zu verbieten. Heute ist diese Epoche als „Reefer-Madness“-Ära bekannt. Eine Kampagne, die Cannabis als zum Wahnsinn führendes „Teufelskraut“ und „Mörder der Jugend“ brandmarkte und für diese „neue Gefahr“ ein neues Wort - Marihuana - einführte. Hätte man gesagt, dass es sich dabei um den guten alten Hanf handelte - den damals vor allem die mexikanischen Soldaten und Schwarze rauchten - hätte die Hetze kaum gezündet. Heute ist in den USA nur noch der Besitz der Wurzel und des Stängels der Hanfpflanze legal. Auch der Besitz von Samen ist legal, aber nur wenn sie steril sind (d.h. nicht keimfähig). Verboten ist hingegen der Besitz von Blüten und Blättern, für deren Besitz hohe Geldstrafen oder Gefängnis drohen.
Da es logischerweise unmöglich ist, Hanf ohne Blätter (Cannabis) anzubauen, wird heute in den USA kein einziges Industriehanf-Produkt hergestellt. Diese Produkte müssen eingeführt oder ersetzt werden (legaler Hanfanbau ist zwar möglich, aber dazu braucht es eine Erlaubnis der Drug Enforcement Administration, die allerdings nur selten erteilt wird). Trotzdem wird natürlich weiterhin Cannabis produziert und konsumiert. In einigen Staaten ist Cannabis das einträglichste landwirtschaftliche Produkt überhaupt, da die Preise auf dem Schwarzmarkt astronomische Höhen erreichen.
4. Wie kann Hanf als Nahrungsmittel verwendet werden?
Hanfsamen enthalten zu etwa 30% Öl und sind eine sehr wichtige Quelle für Proteine und essentielle Fettsäuren. Verschiedene Völker haben den Hanf vor allem wegen seiner Samen angebaut. Oft wurde Grütze daraus zubereitet - sie galt im europäischen Mittelalter als „Suppe der Armen“, wurde von den feinen Tischen des Adels verachtet, stärkte aber dank ihres wertvollen Gehalts das Immunsystem. So überlebten die Hanfsuppe essenden Armen das Wüten der Pest besser als die höher gestellten Schichten.
Die Proteine in den Hanfsamen sind denjenigen im menschlichen Blut sehr ähnlich. Sie sind so leicht verdaulich, dass viele Ärzte ihren Patienten Hanfsamen zur Behandlung von Verdauungsstörungen verschreiben. Das Hanfprotein wurde „Edestin“ genannt und wird von der Wissenschaft als Idealtyp eines pflanzlichen Proteins angesehen.
Essentielle Fettsäuren werden „essentiell“ genannt, weil sie für den menschlichen Stoffwechsel unverzichtbar sind, aber nicht im Körper selbst produziert werden, sondern über die Nahrung zugeführt werden müssen Hanfsamen versorgen den menschlichen Körper optimal mit essentiellen Fettsäuren. Als Ergänzung zu einer ausgewogenen Ernährung vermindern sie das Risiko für Herz- und Kreislauferkrankungen. Dank diesem Öl leben z.B. Vögel, die Hanfsamen essen, länger. Mit Hanfsamen können sich Vegetarier praktisch ohne gesättigte Fettsäuren ernähren. Eine Handvoll Hanfsamen reicht für den täglichen Bedarf an Proteinen und essentiellen Fettsäuren eines Erwachsenen.
Die Blätter können als Nahrungsfasern gegessen werden, sie haben keine psychoaktive Wirkung. Auch die Samen enthalten kein THC und sind nicht psychoaktiv.
5. Welche Vorteile bietet der Hanf gegenüber anderen Kulturpflanzen?
Hanf wächst auf fast jedem Boden und benötigt keinerlei Pestizide oder Herbizide. Gegen schädliche Insekten ist er weitgehend geschützt. Die Hanfwurzeln wachsen in die Tiefe, was günstig ist für die Böden. Gleichzeitig wächst die Pflanze sehr schnell nach oben, sodass der Hanf mögliche Unkräuter überschattet und unschädlich macht. Gleichzeitig düngen die abfallenden Blätter die Erde mit Mineralien und Stickstoff. Hanf kann ca. 20 Jahren auf demselben Acker angebaut werden, ohne dass der Boden degeneriert. Besser als für solche Monokulturen eignet er sich aber als Zwischenfrucht. Bei den Hanfbauern in Italien galt zum Beispiel früher die Regel, dass ein Weizenfeld, auf dem im Vorjahr Hanf angebaut wurde, wegen der Bodenverbesserung 10 % mehr Ertrag bringt.
Vieles spricht dagegen, in der Landwirtschaft weiterhin grosse Mengen an Kunstdünger und Chemikalien einzusetzen. Je weniger sie eingesetzt werden müssen, desto besser. Hanf ist wegen seiner Schädlingsresistenz, die Pestizide überflüssig macht, einer der umweltfreundlichsten Rohstoffe überhaupt. Er verbessert die Böden, statt sie auszulaugen und bringt gleichzeitig hohe und vielfältig nutzbare Erträge.
6. Und was ist mit dem Soja? Ist da Hanf als Protein-Quelle überhaupt konkurrenzfähig?
Hanf enthält nicht ganz so viel Protein wie Soja. Die Hanfsamenproteine sind aber qualitativ hochwertiger. Hanf kann das Nahrungsmittel der Zukunft werden. Hanf ist sehr einfach anzubauen. Er ist nicht empfindlich gegen UV-B-Strahlen, aber Soja ist es. Man kann sagen, dass der Hanf als Schutz vor der Sonneneinstrahlung durch die stark zerstörte Ozonschicht dient. Wenn die Ozonschicht noch um weitere 16% abnimmt, was sehr wahrscheinlich ist, würde die Soja-Produktion um 25 bis 30% zurückgehen.
Wir werden Hanf anbauen müssen, wenn wir nicht verhungern wollen (es wäre nicht das erste Mal!). Schon während vieler Hungersnöte hat Hanf die Bevölkerung gerettet. Aus rein politischen Gründen wird den unterentwickelten Ländern diese einzigartige Pflanze vorenthalten: ihre Regierungen bezeichnen den Hanf als „Marihuana“ und zerstören die Kulturen. In einigen Ländern wären die Bauern sowieso zu beschäftigt mit dem Anbau und der Herstellung von Coca und Opium bzw. Heroin für die lokalen Drogenbarone! Dies ist die traurige Wahrheit. Mit den heutige Medien und Techniken haben die Freunde des Friedens jetzt die Möglichkeit, moderne und ökologische Landwirtschaft zu lehren und dem Proteinmangel auf der ganzen Welt ein Ende zu setzen - dank der Nutzpflanze Hanf.
7. Wie kann Hanf für die Herstellung von Textilien verwendet werden?
Der Hanfstängel besteht aus den zwei Komponenten Faser und Zellstoff. Die Hanffaser kann zu praktisch jeder Art von Stoff und Textilien verarbeitet werden. Die Faser ist sehr widerstandfähig. Deshalb waren auch die ersten Levi’s-Jeans aus Hanfstoff. Im Vergleich zu anderen Naturfasern schneidet der Hanf am besten ab.
So wird der Faserhanf angebaut und geerntet: die Samen werden sehr eng gesät. Dadurch wachsen die Pflanzenstängel schnell in die Höhe, in 100 Tagen bis zu 4 Metern. Danach werden die Hanfstängel abgeschnitten und für einige Zeit auf dem Feld gelassen und gelegentlich gewendet, sodass sie vom Tau durchfeuchtet werden. Bei diesem Vorgang wird die Faser aufgeweicht und löst sich vom Stängelholz. Nach dem Trocknen werden die Stängel in einem „Brecher“ geknickt und gebrochen, das Stängelholz wird dabei von den Fasern getrennt. Dieses „Brechen“ war in früheren Zeiten eine stundenlange, schwere Handarbeit, die heute von Maschinen erledigt werden kann.
8. Warum ist Hanf besser als Baumwolle?
Hanftextilien sind genauso weich wie Baumwollgewebe und wurden in früheren Jahrhunderten bevorzugt als Unterwäsche benutzt. Gleichzeitig sind Hanfasern widerstandsfähiger, dauerhafter und formbeständiger als Baumwolle. In ökologischer Hinsicht ist der Hanf- dem Baumwollanbau weit überlegen. Vor allem wenn man in Betracht zieht, wie Baumwolle heutzutage angebaut wird. In den USA muss die Hälfte aller Pestizide beim Baumwollanbau eingesetzt werden (Nein, Sie haben nicht falsch gelesen: die Hälfte aller in den USA verwendeten Pestizide geht in den Baumwollanbau!). Zudem ist Baumwolle schlecht für den Boden und benötigt grosse Mengen von Kunstdünger. Hanf dagegen verbessert die Böden und liefert auf derselben Fläche mehr als die doppelte Menge Fasern wie Baumwolle.
9. Wie kann Hanf für die Herstellung von Papier verwendet werden?
Hanffasern eignen sich ideal für die Papierherstellung. Das erste Papier überhaupt wurde aus Fasern gemacht. Es kam aus dem alten China und war aus reinem Hanf. Papier aus Hanffasern ist sehr fein, glatt und widerstandsfähig - bis heute werden dem Papier für Geldscheine deshalb noch Hanffasern beigesetzt. Erst ab Mitte des 19. Jahrhunderts wurde zunehmend Holz als Rohstoff verwendet, dessen Fasern allerdings nur mit chemischen Zusätzen ein brauchbares Papier abgaben. Deshalb klagen die Bibliotheken heute über den Zerfall ihrer wertvollen Bücher - allerdings nur jener, die nach 1850 gedruckt wurden. Viel älteren Werken jedoch kann der Zahn der Zeit viel weniger antun - sie wurden, wie zum Beispiel die Lutherbibel, auf Hanfpapier gedruckt, das ohne chemische Säuren hergestellt wird und Jahrtausende überdauern kann.
Das größte Problem mit dem heutzutage verwendeten Papier sind die grossen Mengen von Chemikalien, die es für die Herstellung braucht. Man benötigt sehr starke Säuren um ein qualitativ gutes Holzpapier zu produzieren. Diese Säuren und ihre Abbauprodukte sind sehr umweltschädlich und müssen aufwendig entsorgt werden (wobei zu hoffen ist, das die Papierindustrie dieser Aufgabe richtig nachkommt!). Mit Hanf besteht die Möglichkeit, Papier herzustellen, das sich für den täglichen Bedarf eignet, das günstig und umweltfreundlich ist, weil für die Erzeugung weniger Chemikalien benötigt werden. Allerdings liegt es beim Verbraucher, die richtige Wahl zu treffen.
Umweltschädliche Chemikalien und Bleichmittel können auch bei der Herstellung von Hanfpapier verwendet werden, um dem Produkt eine attraktiveres Aussehen zu verleihen. Wenn wir beim Einkaufen nach dem weichsten und hellsten Toilettenpapier greifen, sollten wir uns überlegen, was wir dadurch unserem Planeten an Umweltbelastung zumuten. Die im gebräuchlichen Papier enthaltenen Chemikalien führen zur Vergilbung, sobald die Säuren den Zellstoff zerstören. Deshalb müssen heute Bibliotheken, Register, Archive usw. ihre Dokumente auf speziellem säurefreien Papier aufbewahren, was sehr teuer ist. Natürlich hergestelltes Hanfpapier enthält keine Säuren und hält fast ewig.
10. Warum kann man nicht weiterhin Holz für die Papierherstellung verwenden?
Die Chemikalien, die bei der Papierfabrikation benötigt werden, sind schon jetzt und erst recht in der Zukunft eine schwere Umweltbelastung. Schon lange werden Dioxin und andere Chemikalien von den Umweltorganisationen als schädlich für Mensch und Natur angeprangert. Nebst der Umweltverschmutzung durch Chemikalien gibt es auch landwirtschaftliche Gründe für die Verwendung von Hanf. Die zunehmende Entwaldung des Planeten sorgt für ernste klimatische Probleme. Hanf kann als ein-jährige Pflanze auf derselben Fläche vier Mal soviel Papier wie Wald liefern.
Früher sagte man, dass ein Eichhörnchen von Ast zu Ast von Neu-England bis an den Mississippi springen konnte, es musste kein einziges Mal den Boden berühren! Die Gier der europäischen Kolonialisten nach Kulturland und Brennholz hat dem ein Ende gesetzt. Als man damit begann, in grossem Stil Papier aus Holz herzustellen, machte sich das Landwirtschaftsministerium Sorgen um den Nachschub an Bäumen. Man suchte daher nach einem pflanzlichen Material, welches das Holz hätte ersetzen können. Noch heute streiten gewisse Konservative ab, dass es in den USA jemals so viel Wald gegeben habe. Dies ist weder wahr noch realistisch noch konservativ: diese Statistiken sind schlichtweg falsch! Wenn die Bäume einmal abgeholzt sind, braucht es Jahrzehnte, bis sich die ursprüngliche biologische Vielfalt wieder einstellt. Anpflanzungen von Kulturbäumen können nicht als Wald bezeichnet werden: es sind forstwirtschaftliche Kulturen! Heute existieren bloss noch 4% der ursprünglichen Wälder der USA. Wird es unserer Regierung eines Tages bewusst werden, wie einfach es gewesen wäre, die letzten Bäume zu retten?
11. Wie kann Hanf als Treibstoff verwendet werden?
Dank ihres schnellen Wachstums liefert die Hanfpflanze große Mengen an Biomasse, die zu Methanol oder Benzin verarbeitet werden können. Man nennt dies „Pyrolyse“. Methanol eignet sich gut als Treibstoff. Aus Hanf kann auch Äthanol (Faseralkohol) hergestellt werden. Die amerikanische Regierung hat eine Methode zur Herstellung von Benzin aus zellulosehaltiger Biomasse entwickelt. Hanf ist einer der besten Rohstoffe dafür. Eine andere Art, den Hanf als Treibstoff zu verwenden ist die Verwendung von Hanfsamenöl für Dieselmotoren. Obwohl sich dieses Öl für auch für viele andere Zwecke eignet, könnten auch Millionen von Diesel-Fahrzeugen mit Hanföl zu betrieben werden.
12. Warum ist Hanf besser als Erdöl?
Treibstoff aus Biomasse ist sauber und praktisch frei von Schwermetallen und Schwefel. Er verursacht daher weniger Luftverschmutzung als das heute verwendete Benzin aus Erdöl. Ein weiterer, sehr wichtiger Vorteil von Treibstoff aus Biomasse besteht darin, dass bei der Verbrennung kein zusätzliches CO2 in die Luft gelangt. Bei der Verbrennung von petrochemischen Produkten wird der seit Millionen von Jahren in der Erde gelagerte Kohlenstoff freigesetzt und trägt zum « Treibhauseffekt » bei.
Ein weiterer Vorteil ist, dass Treibstoff aus Biomasse vor Ort produziert wird und nicht aus anderen Ländern importiert werden muss. Statt in Erdölbohrungen, Tankerschiffe und Kriege mit Erdöl produzierenden Staaten könnte das Geld in die einheimische Landwirtschaft und das lokale Transportgewerbe fliessen (wobei man auch an die ökologischen Schäden und die Sanierungskosten der schweren Öltankerhavarien denken sollte!). Natürlich könnte man Bäume fällen und sie als Biomasse benutzen. Aber das wäre bei weitem nicht so sinnvoll wie Hanfanbau. Unter anderem deshalb, weil heutzutage der ganze Baum mitsamt dem Wurzelwerk zur Energieproduktion verbrannt wird. Fast alle der vom Baum benötigten Mineralien befinden sich in den Blättern. Dieses Vorgehen führt zwangsläufig zur Verarmung des Bodens auf dem der Baum gewachsen ist. An verschiedenen Orten der USA werden von den grossen Elektrizitätswerken ganze Bäume verbrannt, weil dies billiger ist als Kohle. Dabei wäre es viel besser, Hanf anstelle von Bäumen zu verbrennen, so wie es von australischen Forschern schon seit einigen Jahren getan wird (zudem ergibt Hanf eine qualitativ und quantitativ bessere Biomasse als Bäume).
13. Wie kann Hanf als Medikament verwendet werden?
Es gibt hunderte von medizinischen Anwendungen für Hanf. Cannabis-Extrakt war bis 1937 in den USA als legales Heilmittel erhältlich. Cannabis wurde damals als Nerventonikum verkauft, aber seine medizinische Verwendung reicht viel weiter zurück. In fast allen volkstümlichen und wissenschaftlichen medizinischen Werken der Welt kommt Cannabis vor: es gilt als „Allheilmittel“. Die Liste der Krankheiten, bei denen Cannabis hilft, ist lang und umfassend: multiple Sklerose, Krebs, AIDS, Glaukom, Depressionen, Epilepsie, Migräne, Asthma, Hautkrankheiten, Sklerodermie (eine chronische Entzündung), schwere Schmerzzustände und Dystonie. Diese Liste enthält nicht alle Krankheiten und Beschwerden, bei denen Cannabis hilft. Sie soll lediglich zeigen, bei welchen Krankheitsbildern Cannabis heutzutage eingesetzt wird.
Cannabis enthält über 60 Substanzen (Cannabinoide) mit potentieller Heilwirkung. Die Extraktion dieser Substanzen ist relativ einfach. Letztere können Getränken, Lebensmitteln oder Kosmetika zugegeben werden, aber auch in Butter, Fetten oder Alkohol gelöst werden. Cannabinol ist beispielsweise eine Substanz, die bei Schlafstörungen hilft. Die aus unreifen Blüten gewonnene Cannabidiolsäure ist ein starkes Desinfektionsmittel. Cannabis in Alkohol aufgelöst lindert die Schmerzen bei Hautkrankheiten. Früher war dies eine der wichtigsten Indikationen für die medizinische Anwendung von Cannabis. Die Blätter wurden für Kompressen benutzt und aus den jungen Trieben konnte ein entspannender, nicht psychotroper Tee aufgegossen werden. Cannabis eignet sich auch zur Behandlung anderer ernster und weit verbreiteter Krankheiten. Der grüne Star (Glaukom) ist eine der häufigsten Erblindungsursachen und geht meist einher mit einer unkontrollierbaren Erhöhung des Augeninnendrucks. Cannabis kann den Augeninnendruck stabilisieren und so verhindern, dass das Glaukom zur Erblindung führt. Bei der multiplen Sklerose greift das Immunsystem die Nervenzellen an, was bei dieser Krankheit Spasmen und andere schwerwiegende Symptome verursacht. Hier hilft Cannabis nicht nur gegen die Spasmen, er kann unter Umständen auch das Fortschreiten der Krankheit verhindern.
Am besten bekannt ist die Verwendung von Cannabis bei Übelkeit und Erbrechen. Die Verabreichung von Cannabis bei der Krebs-Chemotherapie oder der ATZ-Behandlung AIDS-Kranker hat sich als sehr hilfreich erwiesen. Viele Patienten finden, dass sich Cannabis hervorragend zur Bekämpfung von Übelkeit eignet. So zahlreich sind die Kranken, die sich mit Cannabis behandeln, dass sich in den letzten Jahren trotz Prohibition hunderte von Selbsthilfegruppen gebildet haben, deren Ziel die Versorgung mit medizinischem Cannabis ist. In Kalifornien und anderen Staaten haben sich etliche Gemeinden entschlossen, ein diese „Selbstversorgungs-Clubs“ zu tolerieren, in einigen US-Bundesstaaten wurden sie mittlerweile durch Volksabstimmungen legalisiert.
14. Sind diese Medikamente gefährlich?
Pharmazeutische Medikamente sind teuer und schwierig herzustellen. Dazu kommt, dass diese Medikamente oft nicht so wirksam sind wie natürlicher Cannabis. Einige Medikamente mit schweren oder sogar gefährlichen Nebenwirkungen könnten leicht durch Cannabis ersetzt werden. Medikamente auf der Basis von Cannabis sind billig, einfach zu produzieren und ungefährlich.
Bei den vorgängig aufgelisteten Krankheiten kann neben natürlichem Cannabis auch der synthetisch hergestellte Wirkstoff (Dronabinol) verwendet werden. Dronabinol ist die synthetisch hergestellte Kopie eines natürlich in der Hanfpflanze vorkommenden Cannabinoids (delta-9-THC ) Viele meinen, es sei besser, Dronabinol anstelle von Cannabis zu verwenden. Allerdings berichten einige Patienten, die Dronabinol eingenommen haben, dass sie natürlichen Cannabis vorziehen. Die Ärzte verschreiben Dronabinol ungern und die Apotheken wollen es nicht bestellen, weil es einen bürokratischen Aufwand bedeutet - und das Medikament sehr teuer ist. Ein weiterer Nachteil ist, dass Dronabinol bzw. delta-9-THC nur eine der zahlreichen in Cannabis vorkommenden Substanzen ist. Es ist daher bei einigen Krankheiten weniger wirksam ist als Cannabis, weil es keine der beruhigenden Substanzen der natürlichen Hanfpflanze enthält.
15. Was kann man sonst noch aus Hanf machen?
Eine der neuesten Verwendungen für Hanf ist die Herstellung von Span- und Kompositplatten. Solche Platten können mit denselben Maschinen fabriziert werden wie diejenigen aus den bereits handelsüblichen Ausgangsmaterialien. Die Hanffasern werden unter Druck zusammen geklebt und ergeben eine dauerhaftere und flexiblere Platte als solche aus Holz. Hanf liefert eine sehr resistente Faser, die sich ideal zum Pressen eignet. Eine weitere interessante Verwendung für Hanf ist die Herstellung von Plastik. Dank seines hohen Zellulosegehalts eignet sich Hanf für mehrere Arten von Plastik. Auch das Hanfsamenöl eignet sich für vielerlei Produkte, z.B. für Farben, Lacke und Schmiermittel und als Basisstoff für Kosmetika. Hanfsamenöl ist eines der hochwertigsten Speiseöle und hat sich als gutes Lokal-Therapeutikum bei chronischen Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten erwiesen.
Auch als Baumaterial eröffnet Hanf neue Perspektiven. Französische Archäologen haben Brücken gefunden, die aus einem hanffaserhaltigen Zement bestehen. Offenbar wurden die Fasern mit einem speziellen Verfahren mineralisiert. Bei diesem Vorgang wurden keine synthetischen Zusätze benötigt, das Endprodukt ist ein Material, dass sich bei Bauten als gutes Füllmaterial bewährt. Unter dem Namen „Isochanvre“ ist es in Frankreich mittlerweile recht gut bekannt. Es kann als „Trockensteinmauer“ zur Schalldämpfung oder auch zur Wärmeisolation verwendet werden und ist sehr dauerhaft.
„Bioplastik“ ist eigentlich keine ganz neue Idee. Schon um 1930 hatte Henry Ford eine Automobil-Karosserie aus diesem Material hergestellt. Das Verfahren ist jedoch nicht ausgereift und muss noch weiter erforscht und entwickelt werden. Bioplastik kann ohne grosse Unweltschäden produziert werden. Leider scheinen sich keine grossen Firmen für dieses Produkt zu interessieren, einerseits weil sie den Rohstoff einführen oder dann das Gesetz brechen müssten, andererseits weil die Konkurrenz durch die Produkte der petrochemischen Industrie zu gross ist.
2) WARUM IST DER HANF VERBOTEN?
1. Wie und warum ist der Hanf illegal geworden?
Das ist eine schwierige Frage! Um zu erklären, wieso der Hanf, eine der nützlichsten Pflanzen der Menschheit, illegal ist, muss man wissen, wieso „Cannabis, die Droge“ illegal geworden ist. Dazu müssen wir kurz an den Anfang des vorigen Jahrhunderts, den spanisch-amerikanischen Krieg zurückgehen. Es war bekannt, dass die Mexikaner, welche die USA während des Krieges gegen Spanien bekämpft hatten, Marihuana rauchten. Der mexikanische General Pancho Villa wurde wegen seiner Truppenführung als Feind betrachtet. Seine Soldaten waren als Raufbolde bekannt. Man wusste auch, dass sie grosse Cannabisraucher waren, so wie es in dem Lied „la cucaracha“ besungen wird (im Originallied will ein Soldat nicht marschieren, bevor man ihm Marihuana gibt). Gegen Ende des Krieges, als die Mexikaner in den Südwesten einzuwandern begannen, gab es relativ wenig Rassenprobleme. Die Industrie und die Landwirtschaft boten viele Arbeitsplätze und die Mexikaner waren billige Arbeitskräfte. Als jedoch Ende der 20er Jahre die Depression einsetzte und die Arbeitsplätze verschwanden, sah man die Mexikaner plötzlich als öffentlichen Störfaktor. Einige Politiker, die sich bei den weissen Arbeitern beliebt machen wollten, erklärten, dass die Mexikaner für eine Reihe von Gewaltverbrechen verantwortlich seien. Natürlich stimmte dies nicht mit den Polizeistatistiken überein, in Wirklichkeit waren Mexikaner seltener in Verbrechen verwickelt als Weisse. Diese erfundene Welle von Gewaltverbrechen und Gesundheitsproblemen wurde nun dem Cannabiskonsum zugeschrieben. Mehrere Staaten reagierten mit der Einführung strenger Strafen für Cannabiskonsum, wobei in den Nordstaaten, wo weniger Mexikaner lebten, der Cannabiskonsum eher mit den Schwarzen, vor allem Jazzmusikern und Künstlern, assoziiert wurde.
Zu Beginn der grossen Depression gab es eine Bewegung, die sich Prohibition nannte und die den Alkohol verbieten wollte. Sie wurzelte in der puritanischen Ethik der frühen europäischen Kolonialisten. Heute führen uns Filme das damalige Leben vor Augen. Alkohol war zweifellos die am stärksten verbreitete Droge der Welt. Die Prohibition liess einen riesigen Schwarzmarkt entstehen, wo der illegale Alkohol geschmuggelt und zu überhöhten Preisen verkauft wurde. Kriminelle Banden bekämpften sich gegenseitig um ihre Verkaufsreviere, das organisierte Verbrechen wurde zu einer amerikanischen Institution. Weil hochprozentige Alkoholika leichter geschmuggelt werden konnten, ersetzten sie oft das übliche Bier und den Wein.
Zur Bekämpfung der anwachsenden Kriminalität wurde eine Elitepolizei gegründet. Die Regierung versuchte vor allem mit militärischen Mitteln, den Alkoholmarkt unter Kontrolle zu bekommen und die bewaffneten Gangster zu vertreiben. Kurz vor Ende der Prohibition hatte die Zahl der Polizisten ihren höchsten Stand erreicht. Nun entschied die Regierung, dass es am besten sei, die Prohibition aufzuheben und den Alkoholkonsum frei zu stellen. Die US-Prohibition war ein Fehlschlag und kann sich als einzigen Verdienst zehn Jahre politische Unruhen und ganze Heerscharen von arbeitslos gewordenen Polizisten anrechnen.
Während der Prohibition liess es sich als Polizist gut leben. Man hatte ein gutes Gehalt, war respektiert, genoss eine teilweise Immunität gegenüber den Gesetzen und konnte Schmiergelder einkassieren, wen man wollte. Verständlicherweise gab es viele, die diesen angenehmen Lebensstil nicht aufgeben wollten. Just zu jener Zeit wurde das Federal Bureau of Narcotics (FBN) neu organisiert und ein Mann namens Harry J. Anslinger an seine Spitze gesetzt. (Anslinger wurde von seinem Schwiegeronkel Andrew Mellon, einer der größten Bankiers und damals Staatssekretär im Finanzministerium, nominiert). Anslinger suchte unermüdlich nach Geldquellen für die Finanzierung seines Polizeiapparats, der die Betäubungsmittel bekämpfen sollte. Das FBN, der Vorläufer der heute so genannten DEA (Drug Enforcement Administration), war für die Durchsetzung der Bundesgesetze gegen Drogen wie Heroin, Opium und Kokain zuständig. Da sich hiermit zu wenig Aufmerksamkeit erzielen ließ, startete Anslinger Anfang der 30er Jahre eine Kampagne gegen Marihuana, das er als gefährlicher als alle anderen Drogen bezeichnete - in einer großen Propaganda-Show zogen FBN-Mitarbeiter durch die Lande und warnten mit irrsinnigen Behauptungen vor dem „Monster“ Marihuana. Das grösste Anliegen von Anslinger war, die Drogengesetzgebung in den USA auf Landesebene zu vereinheitlichen. Anslinger hasste die schwarzen Jazzmusiker. Er hasste sie so sehr, dass er jahrelang versuchte, sie einen nach dem anderen dingfest zu machen. Er sah seine Mission darin, das Land von ihnen zu säubern und sie alle allesamt ins Gefängnis zu werfen. Diese Epoche ist heute als die „Reefer-Madness“-Ära bekannt, nach dem gleichnamigen Propagandafilm, der - wieder entdeckt in den 70er Jahren - wegen seines zu Lachstürmen reizenden hysterischen Schwachsinns zu einem Kultfilm wurde („Kifferwahn“)
2. Gut, aber was hat das alles mit dem Hanf zu tun?
Dass der zentrale Grund für diese Anti- Hanf-Kampagne nicht in den wirklichen Gefahren des Cannabiskonsums lag, sondern in einem emotional übersteigerten Rassismus, kann man sehr gut nachvollziehen, wenn man die Anhörungen über die staatliche Gesetzgebung liest. Zudem gab es wie schon erwähnt viele durch das Ende der Alkohol-Prohibition arbeitslos gewordene Polizisten, die nun beim Durchsetzen der neuen Drogengesetze ein Einkommen zu finden hofften. Diese Polizisten mussten die Öffentlichkeit davon überzeugen, dass ihre Arbeit für das Land wichtig sei. Man musste Eltern und Lehrern nur drastisch genug die Gefahren des Marihuana vor Augen halten. Dieser Propagandafeldzug führte zur Annahme eines Gesetzes auf Bundesebene, das Cannabis mit einer prohibitiven Steuer belegt (der Marihuana Tax Act). Durch dieses Gesetz wurde ab 1937 der Anbau und Handel mit Hanf praktisch unmöglich. Vor der Einführung des Marihuana Tax Act war der Staat Kentucky das Zentrum der amerikanischen Hanfindustrie. Es wurden Textilien und Seilerwaren (für die Marine) hergestellt. Diese Industrie hatte ein grosses Wachstumspotenzial, aber der Nachteil des Hanfs lag in der arbeitsaufwenigen Verarbeitung. Man musste die Hanfstängel in einer kleinen Trommelmaschine aufbrechen, um die Fasern von ihrem Innenteil zu trennen, eine Arbeit, die gewaltige Körperkräfte erforderte. Erst um 1930 wurden Maschinen für diese Schwerstarbeit erfunden - doch in dem Moment, wo die neue Technik den Hanf wieder konkurrenzfähig gemacht hätte, wurde er verboten.
Unser heutiges Papier wird durch einen Vorgang namens „chemische Reduktion“ hergestellt. Früher wurde das Holz durch „mechanische Reduktion“ verarbeitet, was viel teurer war. Ungefähr zur gleichen Zeit wie Maschinen zur Hanfverarbeitung aufkamen, ist man auf die Idee gekommen, die Paste (Werg) für die Herstellung von Papier und Plastik zu verwenden. Bis dahin hatte das Werg als wertloses Produkt gegolten und war nach dem Abtrennen der Fasern entsorgt worden. Neue Forschungen ergaben dann, dass dieses Produkt anstelle von Holz in der mechanischen Reduktion verwendet werden konnte, was die Papierherstellung erheblich verbilligte. Populäre Magazine erklärten den Hanf zu einem der wichtigsten Rohstoffe für die USA. Der Marihuana Tax Act von 1937 kam so unerwartet, dass das Magazin „Popular Mechanics“ bereits mit einem Titelmagazin über Hanf in Druck gegangen war. Das Heft erschien 1938, nur zwei Monate nach dem Inkrafttreten des Gesetzes.
3. Soll man nun daraus schliessen, dass die Regierung nicht imstande war, Gesetze zu schaffen, die Cannabis verbieten, aber den Handel mit Industriehanf ermöglichen?
Es ist noch schlimmer. Gerade damals war die Papierherstellung mittels chemischer Reduktion von „Dupont Chemicals“ erfunden worden. Hier ging es um einen riesigen Markt, den William Randolph Hearst, Besitzer einer Fabrik für Bau- und Papierholz, kontrollieren wollte. Dieser Markt konnte Hearst sehr billiges Papier liefern und er konnte sich als der Grosse Mann der „yellow press“ etablieren (der Begriff „yellow press“ bezieht sich auf das schnell vergilbende Papier). Hearst wusste, dass er die Marktanteile der Konkurrenz mit seinem neuen und billigen Papier vernichten konnte. Das Hanfpapier hätte sein Projekt ruiniert.
Er musste Abhilfe schaffen und der Marihuana Tax Act von 1937 kam seinen Plänen entgegen. Als Gesetz war der Tax Act nicht durchschlagend und hatte nicht viel bewirkt. Etliche Historiker fragen sich heute, wieso dieses Gesetz je verabschiedet wurde. Allerdings haben findige Geschäftsleute das rassistische und drogenfeindliche Klima dazu ausgenutzt, den freien Markt für Hanfprodukte abzuwürgen. Auf diese Weise ist der Hanf illegal geworden. Für die 30er Jahre war das Hearst-Projekt eine grosse Sache, denn es waren mehrere andere Unternehmen aus der Holz- und Eisenbahnindustrie daran beteiligt. Der Vertrag von Dupont wurde von einem Bankier namens Andrew Mellon allseitig unterstützt. Sie erinnern sich? Es ist derselbe Andrew Mellon, der seinem angeheirateten Neffen an die Spitze des FBN geholfen hatte. Der Marihuana Tax Act ist auf ziemlich unorthodoxe Weise durchgekommen. Wenn es noch Proteste gab, konnte man sich nun ohnehin auf das Gesetz berufen. Die amerikanische Ärztegesellschaft wurde erst zwei Tage vor der Abstimmung auf die Gesetzesvorlage aufmerksam. Man schickte einen Abgesandten, der gegen das Verbot der medizinischen Anwendung von Cannabis protestieren sollte. Auch ein Verkäufer von Vogelfuttersamen war anwesend und protestierte gegen den Tax Act. Trotzdem wurde das Gesetz angenommen, nicht zuletzt wegen Bezeugungen von Harry Anslinger. Die hysterischen Mythen, die er damals über Hanf verbreitete, sind bis heute nicht ausgestorben - nach dem zweiten Weltkrieg setzten USA ihr Hanfverbot in der gesamten westlichen Welt durch. Das neu gegründete Drogenbüro der Vereinten Nationen übernahm Harry Anslinger.
Selbst wenn die amerikanischen Bürger von diesem Gesetz gewusst hätten, wären sie gar nicht auf die Idee gekommen, dagegen zu protestieren. Die meisten Leute wussten nicht, dass Hanf und Marihuana dasselbe sind. Der Grund war die Bezeichnung „Marihuana“. Niemand wäre auf die Idee gekommen, dass der böse, Marihuana rauchenden Mexikaner und seine Schnürsenkel aus Hanf etwas Gemeinsames haben. Auch waren synthetischen Stoffe in Mode gekommen niemand interessierte sich mehr für Naturfasern. Ausserdem gab es eine Verwirrung der Namen: Hanf wurde oft mit anderen Naturfasern wie Jute verwechselt.
Erstaunlicherweise besteht diese Unwissenheit um den Hanf noch heute. In den 70er Jahren (Reefer Madness II) wurde das Wort Hanf aus allen amerikanischen Schulbüchern getilgt. Es war ein Schlag gegen die Meinungsfreiheit! Als der bekannte Hanf-Aktivist Jack Herer den Kurator des Smithsonian-Museums fragte, wieso man das Wort Hanf aus all ihren Büchern entfernt habe, erhielt er eine verblüffende Antwort: „Die Kinder sollen den Hanf nicht kennen. Es würde sie nur verwirren.“ Jack Herer forschte weiter und grub einen Film aus, dessen Vorhandensein die amerikanische Regierung lieber vergessen hätte. „Hemp for victory“ zeigt, wie die USA während des zweiten Weltkriegs das Gesetz (Tax Act) umgingen, weil die Kriegsindustrie Hanf benötigte und man riesige Anbauprojekte in Kentucky und Kalifornien realisieren wollte.
4. Müsste man daraus nicht eine Lehre ziehen?
Es gibt sogar mehrere Lektionen zu lernen. Die erste besteht darin, dass sich Hass nicht bezahlt macht. Es ist eine Ironie der Geschichte, dass der Rassismus die Amerikaner so weit brachte, dass er ihnen letztendlich schadete. Es ist eine Art höherer Gerechtigkeit, wenn Sie so wollen .Weil die Amerikaner dermassen von Angst, Hass und Intoleranz gegenüber anderen Völkern verblendet waren, haben sie sich eine im wahrsten Sinne des Wortes blühende Zukunft verbaut. Eine andere Lektion zeigt den Amerikanern, dass sie die Demokratie ernster nehmen sollten. Wenn sie sich mehr mit der Welt um sich herum beschäftigt hätten, wären ihnen die wirklichen Probleme klar geworden. Stattdessen haben sie Zeitung gelesen - und man sieht, wohin das geführt hat. Jetzt da wir um die historischen Zusammenhänge der Hanfprohibition wissen, sehen wir ganz klar, dass es gar nichts mit der öffentlichen oder nationalen Sicherheit oder irgendetwas anderem zu tun hat. Cannabis hätte nie verboten werden sollen. Der Prohibition sind die Argumente ausgegangen. Sie sollte endlich aufgehoben werden!
Die nächste Lektion ist: die Gesetze, die in diesem Land verabschiedet werden, bedeuten nicht immer das, was auf dem Papier geschrieben steht. In der Geschichte der USA gibt es eine ganze Reihe von Gesetzen, die aus inoffiziellen Gründen zustande kamen. Selbst wenn keine inoffiziellen Gründe zu vermuten sind, ist es schädlich, wenn Gesetze so unklar formuliert sind, dass sie zu Missbrauch führen. Unsere schärfsten Gesetze verlangen die Bekämpfung der Drogen-Grosskriminalität und nicht die Verfolgung kleiner Dealer und harmloser Drogenkonsumenten. Tatsächlich werden diese Gesetze selten gegen Grossdealer angewendet. Die meisten Personen, die aufgrund dieser Gesetze angeklagt werden, gehören nicht zum Kreis derjenigen, die der Gesetzgeber in Auge hatte. Bürger, die sich daran stören, sollten sich vermehrt mit unserer Gesetzgebung beschäftigen.
3) WAS IST CANNABIS? WAS IST ES NICHT? STIMMT ES, DASS...?
Normalerweise sollte die nächste, logische Frage lauten: « Warum ist Cannabis immer noch illegal? ». Aber jetzt, da wir die historischen Zusammenhänge verstanden haben, wollen wir einen kleinen Umweg machen. Die Politiker erzählen uns mit Vorliebe, dass Cannabis zu unserem Besten illegal bleiben muss. Im nächsten Teil werden wir einige Behauptungen über Cannabis untersuchen und es steht ihnen dann frei, damit einverstanden zu sein oder nicht. Ist die Prohibition zu unserem Schutz da oder sie einfach nur das Resultat unserer Unfähigkeit, Fehler und Irrtümer einzugestehen?
1. Speichert sich Cannabis im Fettgewebe und lässt einen monatelang « high »sein?
Nein. Der euphorische („high“) Effekt wird vom delta-9-Tetrahydrocannabinol verursacht. Die Kurzbezeichnung ist THC, aber das ist missverständlich, denn unser Körper baut das delta-9-THC in trägere Moleküle ab, die wir als „Metabolite“ bezeichnen und die nicht psychotrop sind. Leider laufen diese Moleküle z.T. auch unter der Bezeichnung THC und daher meint man, sie würden auch ein High verursachen. In einigen Anti-Drogen-Traktaten wird behauptet, dass sich diese THC-Metaboliten im Fettgewebe speichern und ähnlich wie Medikamente mit Langzeitwirkung abgebaut werden. Es wird behauptet, man sei den ganzen Tag oder noch länger high. Dies entspricht nicht den Tatsachen. Richtig ist, dass die Wirkung des euphorisierenden delta-9-THC nur einige Stunden anhält und dass ein positiver „Cannabis“-Drogentest keinesfalls beweist, dass man unter besagter Wirkung von Cannabis steht. Zwei dieser Substanzen heissen „11-Hydroxy-Tetrahydrocannabinol“ und „11-nor-9-carboxy-9-Tetrahydrocannabinol“, kurz „11-OH-THC“ und „11-Nor“ genannt. Dies sind die Substanzen, die im Fettgewebe bleiben. Einige Stunden nach dem Rauchen von Cannabis ist kein delta-9-THC mehr vorhanden. Darüber sind sich alle wissenschaftlichen Studien einig.
2. Aber...Cannabis ist doch heute viel stärker als in den 60er Jahren ? (Oder, noch häufiger: Cannabis ist heutzutage 10 mal stärker als in den 60er Jahren!)
Völlig falsch! Selbst wenn dies den Tatsachen entspräche, würde das nur heissen, dass es heute weniger schädlich ist, Cannabis zu rauchen als in den 60er Jahren. Cannabissorten mit höherem THC-Gehalt bedeuten nichts anderes, als dass man weniger rauchen muss und daher die Lungen weniger belastet. Diejenigen, die nur Statistiken über den THC-Gehalt zitieren, haben meistens keine Ahnung, wovon sie sprechen. Manchmal wird sogar behauptet, dass Cannabis heute 20- bis 30-mal stärker sei als noch in den 70er Jahren -auch das ist völliger Unsinn.
Der zugrunde liegende Irrtum ist, dass in den 60er Jahren das delta-9-THC isoliert und untersucht wurde. Danach wurden noch weitere Cannabinoide isoliert und untersucht. Wenn bei den Analysen alle in der Pflanze vorhandenen Cannabinoide zusammengezählt werden, ergibt das Resultat zwingendermassen eine höhere Zahl als diejenige des delta-9-THC allein.
Die Wahrheit ist, dass sich Cannabis seit Jahrhunderten kaum oder gar nicht verändert hat. Der Anbau von gutem Cannabis ist eine uralte Kunst und bleibt immer gleich, trotz unserer modernen Technik. Durch Kreuzung und Züchtung sind mittlerweile aber in der Tat neue Sorten mit hohem THC-Gehalt entstanden - die Blüten mancher Treibhaussorten enthalten bis zu 1 5 - 20% delta-9-THC., während übliches Freiland-Cannabis nur 5-7 % davon enthält (und Faserhanfsorten unter 0,3%). Zum Vergleich: bevor Cannabis illegal wurde, verkauften die Apotheken Cannabis-Tinkturen, die 40% THC und mehr enthielten.
Dass ein höherer THC-Gehalt größere Gefahr bedeutet ist also ein Mythos. Cannabis-Raucher haben eine Art „Selbstregulierung“, d.h. dass nur so lange geraucht wird, bis die gewünschte Wirkung eintritt. Es spielt daher keine Rolle, ob der Cannabis nun stärker oder schwächer ist, der Konsument wird in beiden Fällen auf seine Dosis kommen. Cannabis muss nicht zwingend sofort konsumiert werden wie eine Eiscrème oder eine Wegwerfhandtuch. Der Konsument ist ja nicht gezwungen, seinen Joint ganz aufzurauchen. Erfahrene Konsumenten sind daran gewöhnt, Cannabis aus verschiedenen Quellen zu rauchen. Sie wissen, dass ein Joint aus einer ganzen Blüte starken Cannabis sie zu sehr abheben liesse. Weil das ein eher unangenehmes Erlebnis ist, haben sich die Konsumenten daran gewöhnt, langsam und in kleinen Dosen zu rauchen, wenn sie nicht wissen, wie stark der Cannabis ist. Da selbst eine hohe Überdosierung keine wirklichen Gesundheitsgefahren mit sich bringt, ist die Panikmache vor THC-reichem „Turbo“-Cannabis reine Hysterie.
3a. Schädigt Cannabis das Gehirn?
Die kürzeste Antwort ist: Nein. Die ausführliche Antwort: vermutlich stellen Sie diese Frage, weil Sie irgendwo gelesen oder gehört haben, dass Cannabis die Hirnzellen verändert und dumm macht. Diese Behauptung stimmt natürlich nicht.
Die Vorstellung, dass Cannabis die Hirnzellen ruiniere gründet auf einer Studie aus der Zeit der zweiten Reefer-Madness-Phase. Mit dieser Studie wollte man nachweisen, dass Cannabis die Hirnstrukturen bei Affen verändert. - dabei wurden die Affen monatelang einer Zwangsinhalation riesiger Mengen Cannabisrauch ausgesetzt. Die Studie wurde vom dem medizinischen Gremium, das sie begutachtete, wissenschaftlich angefochten. Weitere Studien konnten keine Schädigung des Gehirns feststellen. Bei einem neueren Experiment, das mit sehr empfindlichen Instrumenten an Rhesus-Affen durchgeführt wurde, denen man die Menge von vier bis fünf Cannabis-Joints zuführte, stellte man keinerlei Schädigungen fest. „Keiner der medizinischen Tests, die gegenwärtig zur Feststellung von Hirnschäden bei Menschen angewandt werden, gab Grund zu der Annahme von Schädigungen durch Cannabis, selbst bei langjährigem, hochdosierten Konsum“ - so eine Studie, die die derzeit zum Cannabis & Gehirn vorliegenden wissenschaftlichen Fakten untersucht hat. (Zimmer/Morgan: Cannabis Mythen, Cannabis Fakten, 2004)
Aber so war es eben zur Zeit der Reefer-Madness II, als den Cannabisgegnern alles recht war, um die Hanflegalisierungs-Bewegung zu diskreditieren. Deshalb wurde die erste Studie gerne zur Propaganda gegen Cannabis benutzt - noch heute wird sie von radikalen Drogengegnern immer wieder zitiert, so vom P.R.I.D.E. und von Dr. Gabriel Nahas. Auch das am besten bekannte Drogen-Erziehungprogramm der USA, die Drug Abuse Resistance Education (DARE) behauptet, dass Cannabis durch Zerstörung der Gehirnzellen das Urteilsvermögen und die Wahrnehmung beeinträchtige. Als Polizei und Lehrerschaft dies gelesen und gehört hatten, ist unsere Aufgabe schwieriger geworden. Es braucht viel Geduld, den Kindern zu erklären, worin die Lehrerin und der Polizist Unrecht haben.
In Wirklichkeit gibt es keine einzige Studie, die eine Schädigung der Zellen, Verblödung, geistige Schäden oder dauernde Verwirrung beweiskräftig und spezifisch auf den Gebrauch von Cannabis zurückführen konnte, auch nicht bei starkem Konsum. Was aber nicht heisst, dass es keine Fälle von missbräuchlichem Konsum gäbe!
3b. Wieso wird man dann « high », wenn Cannabis die Hirnzellen nicht zerstört?
Ein Cannabis-High hat überhaupt nichts mit zerstörten Gehirnzellen zu tun. Cannabis enthält eine Substanz, die einer natürlich im Gehirn vorkommende Substanz (Anandamid) sehr ähnlich ist. Die Cannabis-Substanz bindet sich an dieselben Rezeptoren der Gehirnzellen an wie das körpereigenen Anandamid. Man kann sagen, dass Cannabis die Gehirnzellen nur kitzelt, anders als Alkohol, der durch seine giftigen Abbauprodukte (Toxine) die Zellen auch schädigt und letztendlich zerstört.
4. Ist schon jemand vom Cannabisrauchen gestorben?
Es ist noch nie jemand an einer Überdosis Cannabis gestorben. Individuell kann es allenfalls zu allergischen Reaktionen kommen, so wie bei vielem Anderen auch. Allergien gegen Cannabis sind extrem selten und ihr Vorkommen ist ebenso dem Zufall unterworfen wie eine Allergie auf moderne Kunst oder Äpfel. Es gibt keinen Todesfall, der direkt auf Cannabis zurückzuführen ist, im Gegensatz zu den legalen Drogen wie Alkohol, Nikotin, Valium, Aspirin und Koffein usw. Die grösste Gefahr am Cannabis ist seine Illegalität.
Cannabis ist so ungiftig, dass eine tödliche Überdosis nahezu unmöglich ist. In der Wissenschaft wird die Giftigkeit einer Substanz durch das Verhältnis der Zeit, die es braucht, um eine Person zu töten (LD50) und der üblicherweise eingenommenen Dosis (ED50) definiert. Nach dieser Definition ist Cannabis hundertmal harmloser als Alkohol, Tabak oder Koffein. Ein Richter der DEA meinte, dass „Cannabis die harmloseste therapeutisch aktive Substanz ist, die der Mensch kennt“.
5. Ist es denn nicht so, dass Cannabis kurzfristige Hirnstörungen verursacht ? Die Wirkung von Cannabis auf das Gedächtnis ist am ausgeprägtesten und am einfachsten wahrnehmbar. Unerfahrene Marihuanaraucher bemerken oft seltsame, plötzliche und unerwartete Gedächtnisausfälle. Typischerweise kann man mitten in einer wichtigen Unterhaltung plötzlich völlig vergessen, was man gesagt hatte und sagen wollte. Solche Ausfälle des Kurzzeitgedächtnisses können eintreten, wenn man high ist. Doch sie sind nur vorübergehend. Untersuchungen starker Cannabisraucher ergaben keine Gedächtnis- oder Intelligenzprobleme. Die meisten erfahrenen Konsumenten scheinen sich unter Cannabiseinfluss ebenso gut zu erinnern wie im Normalzustand.
Studien, welche dauerhafte Gedächtnisausfälle nahelegten, sind nicht sorgfältig geprüft und wiederholt worden. Neuere Untersuchungen kamen zum Schluss, dass Cannabis nicht zu solchen Ausfällen führt. Cannabis kann die Reaktionszeit verlangsamen, was manchmal wie ein Gedächtnisausfall anmutet. Erfahrene Cannabis-Konsumenten, so haben Studien gezeigt, können diese Nebenwirkungen des „High“-Zustandes oft sehr gut kompensieren.
6a. Wird mein/e Freund/in durch Cannabis zum Psychopathen?
Cannabis verursacht keine Psychosen. Psychotische Personen können Cannabis rauchen und eine Episode haben; aber es gibt im Cannabis keine Substanz, die psychotische Schübe auslösen oder ihre Frequenz erhöhen könnte. Wenn eine psychisch kranke Person das erste Mal oder ohne es zu wissen Cannabis raucht, kann sie Angst bekommen und ausrasten. Personen, die unter schweren psychologischen Problemen leiden, benutzen oft Cannabis, um bestimmten Situationen gewachsen zu sein. Deshalb sind einige Forscher zum Schluss gekommen, dass Cannabis diese Probleme verursacht, obwohl es sich in Wirklichkeit um die Symptome einer seelischen Krankheit handelt. Wenn Sie irgendwo gehört haben, dass Cannabis verrückt mache, dann handelt es sich mit Sicherheit um einen solchen Fall.
6b. Sind Cannabisraucher gesellschaftliche Aussenseiter?
In einer gewissen Weise schon. Aber das kommt wohl davon, dass sie immer Angst haben müssen, verhaftet und verurteilt zu werden. Sozial nicht angepasste und psychisch kranke Menschen haben ein ähnliches Lebensgefühl. Menschen mit emotionalen Problemen berichten oft, dass Cannabis sie beruhige. Sie haben daher die Tendenz, es häufiger zu konsumieren als Durchschnittsbürger. Spezialisten haben dies beobachtet und schlossen daraus, Cannabis sei die Ursache der Probleme. Dieser Irrtum kann sich für den Patienten ungünstig auswirken, denn sein Arzt wird sich möglicherweise darauf konzentrieren, ihn vom Drogenkonsum abzuhalten und seinen wirklichen Problemen zu wenig Beachtung schenken. In manchen Fällen trägt Cannabis sogar zur Heilung bei. Zweifellos kann Cannabis missbraucht werden. Dennoch sollten die Psychologen eine objektivere Haltung zum Cannabiskonsum einnehmen, wenn sie ihren Patienten gerecht werden wollen.
Es ist nicht Cannabis an sich, das normale Menschen in Asoziale verwandelt. Im Rahmen einer grossen Studie mit Jugendlichen wurde herausgefunden, dass regelmässige Cannabiskonsumenten sozial besser angepasst sind als Nichtkonsumenten. Dieser Fakt mag ja belustigend sein, aber er beleuchtet auch ein ernsthaftes Problem. Viele Kinder mit emotionalen Problemen werden von den Hilfs- und Gesundheitsprogrammen nicht berücksichtigt. Die bitter benötigte Hilfe wird ihnen vorenthalten.
Cannabiskonsumenten hingegen erhalten oft eine Behandlung, wenn sie gar keine nötig hätten. Cannabiskonsum wird verantwortlich gemacht für die neurotischen Störungen von Personen, die Cannabis missbräuchlich anwenden.
7. Ist es wahr, dass Cannabis zu Faulheit und Motivationsverlust führt?
Nicht, wenn du erwachsen und verantwortungsbewusst bist. Frage die amerikanische Armee. Dort hat man dieses Thema mittels einer wissenschaftlichen Studie geprüft und keine Nebenwirkungen entdeckt. Wenn es wahr wäre, warum würden dann viele Völker aus dem Osten und die Jamaikaner Cannabis nehmen, um sich für schwere Arbeiten zu stärken? Das amotivationale Syndrom ist eine Erfindung der Medien, die ursprünglich auf rassistischen Vorurteilen beruht. Die Cannabisgegner behaupten, Cannabis würde die Menschen faul und unmotiviert machen. Inzwischen wurden wissenschaftliche Studien durchgeführt, die zeigten, dass zwar bei Jugendlichen, nicht aber bei Erwachsenen, bisweilen so etwas wie Motivationsverlust festgestellt werden kann - dieser aber nichts mit Cannabis zu tun hat. Die oft wiederholte Behauptung, dass Schulversagen auf Cannabiskonsum zurückzuführen ist, wurde von einer großen Studie der Freien Universität Berlin widerlegt, die zeigte dass es genau umgekehrt ist: erst aufgrund ihrer Schul-oder Familienprobleme flüchten sich labile Jugendliche in den Cannabiskosum.
8. Öffnet Cannabis die Tür zu anderen Drogen ? Führt Cannabis zum Konsum stärkerer Drogen?
Das ist völlig falsch. In Wirklichkeit benutzen Wissenschaftler Cannabis, um Cracksüchtige von ihrer Droge wegzubringen. In den USA haben 40 Millionen Menschen mindestens einmal in ihrem Leben Cannabis geraucht und es sind keine 10 Millionen Heroinsüchtige daraus geworden. Im Amsterdam hat der Konsum von Cannabis und Heroin sogar abgenommen - trotz eines leichten Anstiegs des Cannabiskonsums kurz nach der Entkriminaliserung. Im Gegensatz zu suchterzeugenden Drogen gibt es bei Cannabis praktisch keinen Gewöhnungseffekt. Einige Konsumenten berichten sogar von einer umgekehrten Wirkung. Mit anderen Worten: je länger sie schon konsumieren, desto weniger Cannabis benötigen sie, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Der Cannabiskonsum scheint seinen Adepten nie so langweilig zu werden, dass es sie nach etwas Stärkerem verlangt. Es kann also mit Recht gesagt werden, dass Cannabis vom Konsum harter Drogen abhält.
Die Vorstellung, dass Cannabis zum Gebrauch von Heroin oder Speed führt, ist als Theorie der „Einstiegsdroge“ bekannt. Dies war früher die Lieblingstheorie der Cannabisgegner, denn damit konnten sie den ungefährlichen Cannabis als trügerisch und voller verborgener Gefahren und Fallen darstellen. Es gab nie vertrauenswürdige Statistiken zu diesem Thema. Trotzdem wurde diese Behauptung zum grossen Thema von Reefer Madness II. (Vielleicht weil die CIA einen Sündenbock brauchte für den Anstieg der Heroinsucht nach dem Vietnamkrieg?)
Die These von Cannabis als „Einstiegsdroge“ ist von der Wissenschaft schon seit Jahrzehnten als unrichtig erkannt worden. Doch von den Cannabisgegnern werden immer noch Daten vorgelegt, die belegen sollen, dass ein hoher Prozentsatz der Drogensüchtigen mit Cannabis angefangen habe. In der Tat gibt es Konsumenten von harten Drogen, die früher auch Cannabis rauchen - noch viel mehr Konsumenten harter Drogen rauchten allerdings vorher auch Tabak oder tranken Alkohol.
In soziologischer Hinsicht wurde eine andere Theorie diskutiert. Nach dieser Vorstellung schaffe Cannabis eine spezifische Subkultur, in der man zum Gebrauch anderer Drogen verleitet werde. In Wirklichkeit ist es natürlich nicht so, dass Cannabis an sich die Subkultur bildet. Zwar wird Cannabis in der Subkultur oft konsumiert, trotzdem gehören sehr viele Cannabiskonsumenten nicht zu diesem Milieu. Nach dieser Theorie wäre es allerdings ein Leichtes, durch die Legalisierung von Cannabis den Konsum verbotener Drogen zu reduzieren.
Auch wenn Cannabis keine Einstiegsdroge ist, müssen sich die Konsumenten auf dem Schwarzmarkt eindecken. Durch die Dealer kommen sie in Kontakt mit verschiedenen illegalen Drogen und könnten dazu verführt werden, diese aus Neugier auszuprobieren. Die Legalisierung von Cannabis würde die Märkte trennen und zweifellos würden dann weniger Leute mit dem Konsum harter Drogen beginnen. Zahlen aus den Niederlanden zeigen, dass in denjenigen Staaten, die Cannabis in den 70er Jahren entkriminalisierten, heute weniger der Not,- und Todesfälle wegen Konsums harter Drogen aufweisen als Länder mit Cannabis-Prohibition.
9a. Ich möchte nicht, dass Minderjährige Cannabis rauchen. Wie kann ich sie daran hindern?
Legalisieren Sie Cannabis! Heutzutage kann praktisch jeder Cannabis rauchen, man kann es fast so einfach bekommen wie Alkohol. In den Schulen, auf Sport- und Spielplätzen und auf der Strasse würde kaum noch Cannabis verkauft werden, wenn man es legal erwerben könnte. Eltern minderjähriger Kinder müssen klar entscheiden, ob sie lieber wollen, dass ihre Kinder zusammen mit ihren Freunden auf der Strasse gekauftes Cannabis rauchen oder ob sie es vorziehen, ihnen ganz ruhig erklären zu können, dass sie noch zu jung sind, um Cannabis zu rauchen. Es ist angesichts der herrschenden Repression ziemlich unwahrscheinlich, dass Jugendliche den Konsum illegaler Drogen zugeben. Wäre dies nicht so etwas Schlimmes und Verbotenes wäre der Dialog weit einfacher. Wäre es Ihnen lieber, die Kinder würden Speed, Cocain oder Alkohol konsumieren? Es muss auch bedacht werden, dass Jugendliche von Natur aus neugierig sind und Verbotes ihr Interesse erweckt. Das Geschrei darum macht Cannabis natürlich umso reizvoller (man nennt dies auch den „verbotene-Früchte-Faktor“). Die Lügen der Lehrer und der Polizei tragen nur dazu bei, dass die Jugendlichen den Respekt vor dem Erziehungssystem und der Regierung verlieren. Die Hysterie um die Drogen kann mehr Schaden anrichten als alles andere. Wenn die Kinder merken, dass Cannabiskonsumenten nicht die schrecklichen Bestien sind, als die sie dargestellt werden, können sie leicht auf die Idee kommen, dass auch gefährlichere Drogen harmlos sind. Ihre Kinder werden sie dann respektieren, wenn sie ruhig auf der Einhaltung logischer Regeln bestehen. Die erste Pflicht der Eltern ist, sich objektiv über Drogen zu informieren. 9b. Könnten nicht die Cannabis-Pflanzen, welche die Leute anbauen, von Kindern gestohlen werden? Nun, falls Sie sich Sorgen machen, dass ihr Kind auf dem nächstgelegenen Bauernhof Hanfpflanzen stiehlt, dann müssen Sie auch wissen, dass Industriehanf praktisch kein THC enthält. Selbst wenn die Kinder einen ganzen Sack davon rauchen würden, bekämen sie bloss Kopfschmerzen. Selbstverständlich sollten die Hanfproduzenten geeignete Vorsichtsmassnahmen treffen. Wenn Kinder nicht Besseres zu tun haben, als Cannabispflanzen zu stehlen, sollte man vielleicht daran denken, ihnen Bibliotheken und Jugendhäuser zur Verfügung zu stellen, wo sie andere Unterhaltungsmöglichkeiten finden.
10a. Wusstet ihr schon, dass Cannabis bei Jugendlichen das Testosteron vermindert und dadurch zu Problemen in der körperlichen und geistigen Entwicklung führt?
Cannabis wird einen gesunden Jüngling kaum zu einem mageren, verweichlichten und pickligen Mann machen. Diese Verängstigungstaktik (man könnte sie auch als Homophobie bezeichnen) wird von der neueren Anti-Drogen-Literatur häufig angewendet. Man will den jungen Männern Angst einjagen, indem man ihnen vorflunkert, dass Cannabis sie mädchenhaft mache. Natürlich sollten junge Männer nicht grosse Mengen von Cannabis konsumieren, aber selbst dann ist das Risiko nicht gross. Die Anti-Cannabis-Propaganda der Reefer-Madness II-Epoche ist ausgiebig auf diesem Thema herumgeritten, aber die zitierten Studien sind falsch oder schlecht interpretiert. Das heisst nicht, dass Cannabis die Entwicklung Jugendlicher nicht beeinflusst. Es soll vielmehr heissen, dass die Auswirkungen keinesfalls so dramatisch sind wie oft dargestellt. In Wirklichkeit hat der Cannabiskonsum kaum Auswirkungen in dieser Hinsicht.
10b. Haben starke Cannabis-Konsumenten eine verminderte Spermienzahl?
Wenn überhaupt, dann nicht stark, was eher positiv ist: Das bedeutet nämlich, dass Cannabis nicht zu Impotenz und Unfruchtbarkeit führt. (Dann gäbe es schon lange keine Rastafaris mehr!). Auch ist Cannabis mit Sicherheit kein Verhütungsmittel. Einen solchen Bären sollte sich kein Mädchen von ihrem Lover aufbinden lassen. Einige sagen, Cannabis würde ihr Liebesleben anregen. Aber eigentlich ist Cannabis kein ausgesprochenes Aphrodisiakum, ebenso wenig wie es das sexuelle Verlangen dämpft. Die Wirkung ist eher so, dass bei bestimmten Personen die Sinnlichkeit angeregt wird und dies zu einer höheren Genussfähigkeit in körperlicher und gefühlsmässiger Hinsicht führt.
10c. Ich habe gehört, dass Cannabiskonsum bei jungen Frauen die Hormonbildung, den Menstruationszyklus und die Fruchtbarkeit beeinträchtigt. Stimmt das?
Auch dafür gibt es keine Beweise. Aber es liegen auch noch keine Forschungsdaten vor. Dies ist die auf Frauen zielende Version der Abschreckungstaktik „es wird dich verweiblichen“ für die Männer Wie wir bereits wissen: es ist eine Taktik!
11. Ist es schlimmer Cannabis zu rauchen als Zigaretten?
Aus dies stimmt aus mehreren Gründen nicht. Es wird behauptet, dass ein einziger Joint so viel Schaden anrichte wie 10 Zigaretten, was eine manipulative Übertreibung ist. Cannabis enthält nicht mehr Teer als Tabak, aber „light“-Zigaretten führen ebenso oft zu Krebs wie alle anderen. Was heisst das nun? Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass das Rauchen irgendeiner Pflanze schädlich für die Lunge ist, denn Rauchen an sich schädigt die Atemwege. Normalerweise ist dies nicht lebensbedrohlich, aber es führt zu einem grösseren Risiko für Entzündungen. Cannabiskonsumenten, die sich diesem Risiko nicht aussetzen wollen, können zu weniger schädlichen Verabreichungsmethoden wie Essen und Vaporisation greifen. (Bei Tabak ist allerdings Vorsicht geboten: gegessener Tabak führt leicht zu einer Überdosis).
Hier folgt eine Liste interessanter Tatsachen hinsichtlich Cannabis und Tabak: Cannabisraucher sind im Allgemeinen nicht starke Tabakraucher, d.h. sie rauchen weniger. (Cannabis führt im Gegensatz zu Tabak nicht zu körperlicher Abhängigkeit). Je besser der Cannabis ist, desto weniger muss davon geraucht werden.
Tabak enthält Nikotin, nicht so Cannabis. Nikotin verengt die Arterien und gilt als Ursache für die Mehrzahl der Herz- und Kreislaufkrankheiten, die vom Rauchen verursacht werden. In jüngster Zeit hat man herausgefunden, dass es einige Krebsarten gibt, die bei Rauchern und Passivrauchern häufiger vorkommen. Der Grund ist, dass Nikotin beim Konsum zu einem krebserregenden Stoffwechselprodukt namens„N-Nitrosamin“ abgebaut wird. Cannabis enthält THC und andere Cannabinoide. Einige davon erweitern die Atemwege, d.h. dass THC wie ein Hustenbonbon wirkt. Es erweitert die Bronchien und befreit sie von Rauch und Partikeln. Nikotin bewirkt das Gegenteil: es verengt die Bronchien und erschwert das Aushusten. Außer der Bronchienerweiterung hat Cannabis gegenüber dem Tabak noch andere Vorteile. Hauptsächlich aber wirkt Cannabis entspannend und trägt so zu Gesundheit und Wohlbefinden bei.
Die genauen Ursachen für Lungentumore bei Tabakrauchern sind bis heute nicht bekannt. Wissenschaftler nehmen an, eine Substanz namens Lead 210 könnte bei deren Entstehen eine massgebende Rolle spielen. Natürlich gibt es noch einige andere Theorien, aber wenn sich die Lead 210 - Theorie als richtig erweisen sollte, dann weiss man zumindest, wieso ES KEINEN EINZIGEN BEWIESENEN FALL VON KREBS BEI NUR-CANNABISRAUCHERN GIBT: Tabak enthält sehr viel mehr von dieser Substanz als Cannabis.
Die Gesetze machen es schwierig, auf unschädliche Weise Cannabis zu konsumieren. In mehreren Staaten sind Wasserpfeifen verboten. Filterzigaretten, Vaporisatoren und Inhalationsgeräte können nicht gut heimlich hergestellt werden. Wenn Cannabis gegessen wird, ist die Dosierung durch die verzögert einsetzende Wirkung schwerer kalkulierbar.
Es mag paradox klingen, aber je legaler Cannabis ist, desto „gesünder“ ist es...
Für die Konsumenten liegt es auf der Hand, dass das Cannabisgesetz nicht zu ihrem Besten gemacht wurde. Legaler Cannabis wäre für die Konsumenten in jedem Fall gesünder. Gewisse Dealer verlängern den Cannabis vor dem Verkauf durch Beimengung von anderen Substanzen, andere behandeln ihn mit Luftbefeuchtern oder tauchen ihn in giftige Produkte wie Formaldehyd. Oder Cannabis wird auf Feldern angebaut, die mit Pestiziden und Fungiziden verunreinigt sind. Wenn der Regierung die Gesundheit der Bürger wirklich am Herzen läge, müsste sie Instanzen schaffen, die den Verkauf von einwandfreiem Cannabis gewährleisten - und sie dazu anhalten, Cannabis möglichst nicht vermischt mit Tabak, wie in Europa üblich, sondern pur zu rauchen.
12. Leiden die Kinder Cannabis konsumierender Mütter am «fötalen Cannabis-Syndrom»?
Falls es das fötale Cannabis-Syndrom gibt, dann sind diese Fälle so selten, dass sie nicht nachgewiesen werden können. Viele Frauen konsumieren während der Schwangerschaft Cannabis, weil es die morgendliche Übelkeit lindert, den Appetit anregt und Stress reduziert. In Entwicklungsländern ist dies ein wichtiger Faktor, denn moderne medizinische Versorgung ist oft schwer zugänglich. Auch bei unerschwertem Zugang zur modernen Spitzenmedizin wiegen die Vorteile einer gut überwachten Cannabismedikation eventuelle Risiken bei weitem auf. Studien aus Jamaika zeigten, dass die Kinder Cannabis rauchender Mütter gesünder waren, aber dies könnte auch an anderen günstigen Wirkungen oder den Lebensumständen liegen. Eines der Hauptthemen des Krieges gegen Cannabis war die Behauptung, dass Cannabis zu Missbildungen und Verhaltensstörungen wie beim fötalen Alkoholsyndrom führe. So werden werdende Mütter verängstigt und Drogen „dämonisiert“. Diese Behauptungen gründen nicht auf seriösen wissenschaftlichen Untersuchungen, denn die meisten davon berücksichtigen nicht einmal die Lebensumstände der Mütter, irgendwelche Probleme wurden in erster Linie der Droge zugeschrieben.
Selbstverständlich sollen Schwangere kein Cannabis rauchen. Missbräuchlicher Konsum kann Mutter und Kind schaden. Delta-9-THC gelangt nicht in die Plazenta und kann somit das ungeborene Kind nicht beeinflussen. Interessanterweise verwandelt der Fötus das delta-9-THC nicht in den psychotropen Metaboliten 11-nor-9-carboxy-delta-9-THC, ist dessen Wirkung also nicht ausgesetzt. In den letzten 3 Schwangerschaftsmonaten ist der Fötus am empfindlichsten. Zukünftige Eltern sollten sich dies vor Augen halten, wenn sie an Cannabiskonsum denken.
13. Werden durch Cannabis viele Autounfälle verursacht?
Nicht wirklich. Cannabiskonsumenten verunfallen nicht häufiger als die übrige Bevölkerung. Verschiedene Studien über Cannabis am Steuer haben eine verlangsamte Reaktionszeit aufgezeigt, allerdings nicht so stark wie bei Alkohol. Ausserdem erwies sich, dass Autofahrer unter Cannabiseinfluss ein defensiveres und verantwortungsbewussteres Fahrverhalten aufweisen. Die neuesten Untersuchungen beweisen, dass Alkohol die wirkliche Gefahr im Strassenverkehr ist, und dass die illegalen Drogen weit weniger gefährlich sind. Wissenschaftliche Studien haben eindeutig nachgewiesen, dass man vorsichtiger fährt, wenn man „high“ ist.
Andererseits gibt es Fahrer, die sagen, dass sie in diesem Zustand Fehler gemacht hätten, die ihnen sonst nicht passiert wären. In einigen Zeitungsartikeln und Fernsehsendungen wurde behauptet, dass Cannabis das Hauptproblem des Strassenverkehrs sein, denn sehr viele Unfallopfer hätten positive Cannabisteste aufgewiesen. Dem muss aus verschiedenen Gründen widersprochen werden:
· In den Studien wurden Tests verwendet, die lediglich angaben, ob die betreffende Person innerhalb des letzten Monats Cannabis konsumiert hatte.
· Die Studien wurden mit Teilnehmern aus Schulen und anderen Institutionen durchgeführt, die alle einen sehr hohen Alkohol- und Cannabiskonsum sowie eine erhöhte Unfallhäufigkeit aufwiesen. Das Alter und der Alkoholkonsum wurden bei den Berechnungen nicht einbezogen.
· Bei der prozentualen Bewertung der Unfallursachen konnte Cannabis nur zu einem kleinen Teil verantwortlich gemacht werden.
14. Besteht denn nicht die Gefahr, abhängig zu werden?
Cannabis verursacht keine körperliche Abhängigkeit, auch nicht bei starkem Konsum. Psychische Abhängigkeit kann vorkommen. Aber wer mit dem Cannabiskonsum aufhört, hat meist keine Entzugserscheinungen. Im Vergleich zu den Entzugserscheinungen wirklich abhängig machender Drogen ist diese Behauptung eher lächerlich. Um als körperlich abhängig machend zu gelten, muss eine Droge zu Entzugs- und Toleranzerscheinungen führen. Cannabis kann wegen seiner wohltuenden Wirkung zu häufigem Konsum führen, aber Entzugs-und Toleranzsymptome kommen nicht vor. Koffein, Nikotin und Alkohol hingegen führen zu körperlicher Abhängigkeit.
15a. Ist es gut, wenn Arbeitgeber den Urin ihrer Mitarbeiter auf Marihuana testen? (Ich möchte sicher sein, dass mein Unternehmen in guten Händen ist).
Gewiss nicht! Einige unserer hervorragendsten, besten und seriösesten Köpfe waren und sind Cannabiskonsumenten. Bei dieser Art von Drogentests werden alle Cannabiskonsumenten in denselben Topf geworfen. Drogentests am Arbeitsplatz sind keine gute Sache, nicht zuletzt wegen des schweren Eingriffs in die Privatsphäre der Angestellten! Falls ein Arbeitnehmer ein Drogenproblem hat, sollte man dies an der Qualität seiner Arbeit merken. Wenn ein Arbeitgeber „alle“ Drogenkonsumenten entliesse, würde dies sein Unternehmen in ein schlechtes Licht stellen, es würde viel kosten, die Leute schockieren und letztendlich niemandem dienen. Ausserdem ist noch nicht einmal bewiesen, dass Cannabiskonsumenten mehr Unfälle und Gesundheitsprobleme haben als anderen.
Drogentests bei Angestellten könnten zu Protesten führen, weil es ein unangebrachter Eingriff in das Privatleben der betreffenden Personen ist und nichts ihrer Arbeitsleistung zu tun hat. Wie bereits erwähnt, können diese Tests nicht nachweisen, ob eine Person „high“ ist. Sie können nur beweisen, ob jemand in den letzten Wochen Cannabis konsumiert hat oder nicht. Seine Angestellten jeden Monat zur Abgabe von Urin zu zwingen, ist sicherlich kein Zeichen moderner Unternehmensführung und guten Einvernehmens mit dem Personal. Sehr zu Recht erregen diese Drogentests viel Ärger, denn oft werden sie dazu missbraucht, die falschen Leute zu bezichtigen oder weitere vertrauliche Informationen einzuholen. Sachverständige zweifeln schon lange, ob solche Praktiken mit den in der Verfassung garantierten Rechten vereinbar sind.
15b. Würden diese Tests nicht wenigstens Unfällen und Gesundheitsrisiken vorbeugen?
Man weiss ja, dass alle Cannabiskonsumenten faul sind und schlecht arbeiten, nicht wahr? Entweder ist diese Aussage völlig falsch oder man hat schlichtweg vergessen, den vielen Millionen tüchtigen und smarten Cannabiskonsumenten ein solches Arbeitsverhalten anzuraten.
Unternehmen, die Drogentests durchführen werden zweifellos riesige Dossiers mit Statistiken vorweisen, die beweisen sollen, dass der Cannabiskonsum ihrer Angestellten sie Geld kostet. In Wirklichkeit gibt es ebenso viele Statistiken, die aufzeigen, dass Cannabiskonsumenten erfolgreicher sind, weniger oft zum Arzt gehen und produktiver sind als Nichtkonsumenten. Bevor jemand für seine Firma Drogentests kauft, sollte er/sie wenigstens die andere Seite der Medaille kennen. In den 80er Jahren wurden diese Tests von der Bush-Administration kräftig gefördert. Aufgrund einer Studie schätzte man die Kosten für den Drogenkonsum auf 60 Milliarden pro Jahr. In dieser Studie wurde behauptet, dass Cannabiskonsum zu irgendeiner Zeit des Lebens zu weniger Erfolg im Leben führe. Aus derselben Studie könnte allerdings auch der Schluss gezogen werden, dass starke Konsumenten von Cannabis und anderen Drogen in Wahrheit erfolgreicher sind. Also stimmt doch etwas nicht an der Sache. Wenn man ausserdem weiss, dass verschiedene ehemalige Grössen der DEA und der Drogenzar jetzt im Geschäft mit dem Urintesten sind, dann wird es noch obskurer.
16. Würde man nicht besser alle Konsumenten ins Gefängnis zu stecken?
Und wie wollen Sie dies bezahlen? In den USA sind bereits mehr als 5% der Bevölkerung in Präventivhaft (einschliesslich der bedingt Verurteilten, usw.). In den Gefängnissen müssen Mörder und Vergewaltiger den Neuankömmlingen weichen. Um die 2500 Fans von Greatful Dead befinden sich in den Bundesanstalten. Die Kosten für einen 1-jährigen Aufenthalt im Gefängnis belaufen sich auf ungefähr 20.000 US$. Was die Inhaftierten betrifft, so sind die USA weltweit an der Spitze: in den Bundesgefängnissen sind nicht weniger als 425 Personen von 100.000 hinter schwedischen Gardinen. Ein Fünftel davon sind wegen Drogendelikten in Haft, also keine Gewalttäter. Die Gesetze der einzelnen Staaten sind im Allgemeinen weniger streng. Die US-Gefängnisse sind dermassen überfüllt, dass der jährliche Rapport der Justizkomission zu einem einzigen Plädoyer für das Aufheben der Gefängnisstrafen für Drogenkonsum geworden ist.
Selbst die Clinton-Administration muss anerkennen, dass Gefängnisstrafen keine Lösung sind. In besonderen Masse trifft das auf Menschen zu, die ein wirkliches Suchtproblem haben: hier braucht es Therapie und nicht Strafe. Wenn die USA nicht (wenigstens) diese Gesetze aufheben, wird die Lage unhaltbar. Die rückwirkende Legalisierung bzw. Entkriminalisierung von Cannabis könnte die unausweichliche Krise entschärfen. Man muss auch bedenken, dass jemand, der ins Gefängnis geworfen wird, die Gesellschaft hassen wird, sich als Opfer fühlen wird und zudem von anderen Häftlingen erst recht kriminelles Verhalten lernen kann. Das Risiko, sich mit AIDS oder Tuberkulose anzustecken, ist im Gefängnis bedeutend höher. Wenn alle Drogenkonsumenten eingesperrt werden, gräbt sich die Gesellschaft ihr eigenes Grab - ob es das wert ist? Sehr viele Menschen haben wirklich keine Gefängnisstrafe verdient. Ist es wirklich nötig, Menschen einzusperren, nur weil sie ein wenig mit Cannabis high sein wollen? Was ist das für ein Gesetz, das den Genuss von Alkohol erlaubt, aber nicht denjenigen von Cannabis? Wir müssen uns vor Augen halten, was für Lebensumstände wir mit solchen Reaktionen erschaffen. Wie wird die Polizei in Zukunft unsere Kinder behandeln? Wie weit wollen wir die Regierung gegen Drogenkonsumenten vorgehen lassen? Inwieweit verlieren wir selber unsere Rechte, wenn wir zulassen, dass die Regierung die Drogenkonsumenten einsperrt?
17. Ich habe gehört, dass Cannabis mehr als 400 chemische Substanzen enthält...Also...?
Das ist richtig, na und? Nicht nur in Cannabis hat es 400 chemische Substanzen. Eine solche Anzahl von Substanzen findet sich auch in anderen Lebensmitteln, einschliesslich des Kaffees, der 800 Substanzen enthält, wovon einige sogar giftig sind. Trotzdem werden die Leute bei MacDonalds oder wegen Essen am Steuer nicht verhaftet. Einzig delta-9-THC ist stark psychotrop. Einige andere Substanzen sind es auch, jedoch nur sehr geringfügig. Cannabiskonsumenten sind nicht häufiger krank, sie sterben nicht früher, verlieren nicht ihren Arbeitsplatz (ausser wegen Drogentests) und haben keine missgebildeten Kinder. Wie soll man es dann sehen? Die Tatsache, dass im Cannabis über 60 einzigartige Substanzen vorhanden sind, die man Cannabinoide nennt, ist für die Wissenschaft von grossem Interesse. Einige dieser Cannabinoide sind für die Medizin sehr nützlich. Cannabinol z.B. ist eines der Cannabinoide, das bei Schlafstörungen hilft. Die Ärzte nehmen an, dass die meisten Patienten deshalb Cannabis dem reinen delta-9-THC in Tablettenform vorziehen (Dronabinol!). Cannabinol verursacht nur ein ganz leichtes High und beruhigt die Nerven. Ein anderes Cannabinoid, die Cannabidiolsäure, ist ein sehr wirksamen Antibiotikum, ähnlich dem Penicillin. Einige dieser Cannabinoide können ohne den Einsatz komplizierter Laborapparaturen aus Cannabis isoliert werden.
18. Beeinträchtigt diese Droge mein Immunsystem ? Wenn ja, würde ich mich dann z.B. leichter erkälten?
Cannabis bzw. Delta-9-THC hat keine « immunsuppressive » Wirkung. Er wirkt auf bestimmte Leberzellen, Makrophagen genannt, in ähnlicher Weise wie er auf die Hirnzellen wirkt. Statt die Zellen anzuregen, „schliesst“ er sie. Diese Wirkung ist zeitlich begrenzt (ebenso wie das „high“) und geht schnell vorüber. Gerade bei der multiplen Sklerose kann diese Wirkung von Vorteil sein.
Kürzlich hat man herausgefunden, dass die Cannabismetaboliten noch 7 Tage nach dem Rauchen in der Lunge vorhanden sind. Während dieser Zeitspanne kann das Immunsystem der Lunge beeinträchtigt sein (allerdings „schliessen“ sich die Makrophagen nicht, so wie in der Leber). Wahrscheinlich ist die Wirkung des Rauchens viel schädlicher als diejenige des THC und dauert ebenso lange.
Mit anderen Worten: die Ärzte wissen nicht, ob Cannabiskonsumenten ein höheres Risiko haben, sich zu erkälten. Ausser einer Tendenz zu Bronchitis, gibt es keine schlüssigen Daten, dass Cannabiskonsumenten sich leichter erkälten. Trotzdem können es einige Ewiggestrige wie der Drogenzar Carlton Turner nicht lassen, öffentlich zu verkünden, dass Cannabis AIDS verursache und zu Homosexualität führe. Seine Behauptungen waren so lächerlich, dass sogar die Washington Post und das Newsweek Magazine sich darüber entrüsteten und Turner davon Abstand nehmen musste. Heutzutage behandeln viele AIDS-Kranke ihre Beschwerden mit Cannabis und dies führt offensichtlich nicht zu Problemen.
In Studien wurde herausgefunden, dass Cannabis eine bestimmte Art der Immunität sogar stimulieren kann. Bei anderen Experimenten versuchte man herauszufinden, ob irgendwelche Wirkungen auf das Immunsystem Gesunder bestehen, aber Cannabis hatte weder eine positive noch eine negative Wirkung, entweder waren Letztere zu subtil oder dann zu schwach, um noch nachgewiesen zu werden.
4) WARUM IST CANNABIS IMMER NOCH ILLEGAL?
1. Warum ist Cannabis IMMER noch illegal?
Die offizielle Antwort: weil sie ihn nicht benützen sollen! Sie können ihn nicht benützen, weil er illegal ist. Und weil er illegal ist, können sie ihn nicht benützen. Sie sollten ihn nicht benützen. Er ist illegal. Er ist illegal, also benützen sie ihn nicht.
Die Antwort des Manisch-Depressiven: es wird ohnehin nie so weit kommen. Die Leute sind viel zu unorganisiert/dumm/ohnmächtig. Es nützt nichts. Versucht es nur, aber erwartet nicht, dass etwas dabei herauskommt. Meine Ahnung trügt mich nicht.
Die Antwort eines an Verfolgungswahn leidenden Schizophrenen: habt ihr es noch nicht gemerkt?!?!?!? SIE kontrollieren alles. SIE werden es zu verhindern wissen. Eigentlich dürfte ich gar nicht mit Ihnen sprechen, aber trotzdem geben ich Ihnen einen Rat! Hören Sie...Man sollte SIE nicht belästigen, denn SIE wissen alles. SIE sind fast übermenschlich, verstehen Sie?! Man kann die Sache nur beeinflussen, wenn man einer von IHNEN wird. Seien Sie vorsichtig, man wird Sie holen und abführen. Das geschieht nämlich, wissen Sie. Es ist eine VERSCHWÖRUNG!!!
Die Antwort des Neurotikers : Cannabis ? Pfui, wissen Sie denn nicht, dass dies etwas Gefährliches ist? Gesetze werden nicht ohne guten Grund gemacht, wissen Sie! Woher wissen Sie etwas von Cannabis? Halt! Sagen Sie’s nicht, ich will es gar nicht wissen. Wenn man nämlich wüsste, dass Sie dafür sind, ihn zu legalisieren, würde man nie mehr mit Ihnen reden wollen! Wissen Sie denn nicht, dass Cannabis ...Cannabis ist doch... ... ...
DIE RICHTIGE ANTWORT: Cannabis ist IMMER noch illegal, weil sich noch IMMER nicht genug Leute dagegen wehren und endlich sagen: ES IST EINE DUMMHEIT! WIR WOLLEN, DASS CANNABIS LEGAL IST ! WARUM? WEGEN ALLEM, WAS MAN AUS HANF MACHEN KANN, - FÜR DIE MEDIZIN, FÜR NAHRUNGSMITTEL, FÜR DEN SPASS, DAS MITGEFÜHL! DAS IST ES, WAS WIR HABEN WOLLEN!
Ohne internationale Unterstützung wird Cannabis niemals legal. Jeder, der sich für die Legalisierung einsetzt, macht uns stärker. Jede Hilfe und jede Unterstützung wird geschätzt. Je zahlreicher wir sind, desto schwieriger wird es, die Bewegung um Cannabis einfach als „dumm“ oder „unglaubwürdig“ abzutun.
Wenn unsere Antworten Sie nicht überzeugen, haben Sie die Möglichkeit, sich in den angegebenen Quellen zusätzliche Informationen einzuholen.
Wenn Sie uns unterstützen wollen, melden Sie sich. Informieren Sie alle, die Sie kennen, über den wahren Sachverhalt, es sei denn, Sie hätten Ärger zu befürchten. Aber das Wichtigste ist, die Sache mit dem Cannabis im Auge zu behalten und gegebenenfalls Hilfe anzubieten. Informieren Sie sich ausführlich, so dass Sie Freunde und Bekannte davon überzeugen können, dass nicht Sie „dumm“ sind, sondern sehr viel Unwahrheit über Cannabis verbreitet wird.
2. Wie können wir mit den Gesetzen gegen Cannabis einigermassen sinnvoll umgehen?
Sie können verschiedene Dinge tun. Die Cannabis-Aktivisten arbeiten auf allen Ebenen, um die Gesetzgebung zu ändern. Auch wenn Sie sich nicht zum Aktivist berufen fühlen, gibt es viele Möglichkeiten zum Helfen. Cannabisaktivisten haben oft zu wenig Geld und Zeit oder zuwenig Freunde, die helfen können. Schliessen Sie mit den Aktivisten in ihrer Gegend Bekanntschaft- Sie werden sicher bei der einen oder anderen Aktion mithelfen können.
Das Wichtigste ist, die lokalen und nationalen Politiker zu beachte und ihnen zu verstehen zu geben, dass die Cannabisfrage ernst zu nehmen ist. Setzen Sie sich mit den Cannabisaktivisten in Verbindung und lassen Sie sich darüber informieren, wann z.B. welche Politiker angeschrieben werden müssen. Sie können beim Sammeln von Unterschriften für die Hanfinitiative oder Petitionen mithelfen, kurz, es gibt zahlreiche Möglichkeiten, sich für den Hanf nützlich zu machen.
3a. Wo kann ich weitere Informationen finden?
Es gibt mehrere Möglichkeiten. Eine der besten ist heutzutage das Internet, das in den letzten Jahren einen enormen Aufschwung genommen hat, so dass nun sehr viele gute und informative Webseiten über Cannabis zur Verfügung stehen.
Beginnen Sie z.B. mit der Homepage von www.hanf-info.ch. Auf dieser umfangreichen Webseite finden Sie in vier Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch) Informationen über alle Aspekte des Hanfs, von internationalen politischen und kulturellen Informationen, der landwirtschaftlichen und industriellen Nutzung des Hanfs bis zu aktuellen Informationen über die Cannabinoid-Medizin und die Prävention, z.T. mit reichhaltigem Fotomaterial. Im gut sortierten online-shop können Sie Hanfprodukte ansehen und bestellen.
Aktuelle und allgemeine Informationen
Weitere empfehlenswerte Websites sind
Schweiz:
www.hanf-koordination.ch (Branchenverband der Schweizer Hanfläden)
www.sfa.ch (Homepage der Schweizerischen Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme)
www.bag.admin.ch/d/ (Bundesamt für Gesundheitswesen)
Deutschland: http://www.cannabislegal.de/
Arbeitsgemeinschaft Cannabis Medizin http://www.acmed.org/german/home.htm
Institut für klinische Forschung http://www.ikf-berlin.de/
THC Pharm http://www.thc-pharm.de/
Delta 9 Pharma http://www.delta9pharma.de
Dronabinol Arbeitsgemeinschaft http://www.dronabinol-ag.de/
Zwei Webseiten von Patienten: http://www.inside.to/cannabis/
http://www.cannabisprozess.de/
Hier eine Liste empfehlenswerter neuerer Bücher über Cannabis, die sachlich und wissenschaftlich dokumentiert informieren. Sehen Sie sich auch die untenstehende Liste der Quellenangaben für den vorliegenden Artikel an:
Lynn Zimmer, J.P.Morgan, Mathias Bröckers, Cannabis Mythen - Cannabis Fakten, 2004
Jack Herer, Mathias Bröckers, Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf (1993), 40. Aufl. 2004
Hans Georg Behr, Von Hanf ist die Rede, 1998
Robert Connell Clarke, Hanf , 1997
Mathias Bröckers: Cannabis - Hanf, Hemp, Chanvre, Canamo, 2003
Nova-Institut: Hanfsamen und Hanföl als Lebensmittel und Heilmittel ,2003
Lester Grinspoon, James B. Bakalar "Marihuana, Die Verbotene Medizin", 1994
Franjo Grotenhermen, Hanf als Medizin, 2004
Franjo Grotenhermen Cannabis und Cannabinoide ,2001
Franjo Grotenhermen, Michael Karus Cannabis, Straßenverkehr und Arbeitswelt , 2002
Christian Rätsch, Hanf als Heilmittel,1998
Ivan Bocsa, Michael Karus, Der Hanfanbau. Botanik, Sorten, Anbau und Ernte 1997
Hainer Hai, Ronald Rippchen Das Hanf Handbuch, 2002
Roger Liggenstorfer, Francoise Reusser u. a., Hanf-Szene Schweiz, 2004
Dieter Kleiber, Renate Soellner, Cannabiskonsum. Entwicklungstendenzen, Konsummuster, Risiken,1998
Dieter Kleiber, Karl-Artur Kovar, Auswirkungen des Cannabiskonsums , 1997
Quellenangaben zu den den einzelnen Kapiteln:
1) WAS IST EIGENTLICH DIESE SACHE MIT DEM HANF?
Jack Herer, Mathias Bröckers, Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf, 1993
"Hemp", Lyster H. Dewey pp. 283-346. United States Government Devontment of Agriculture, 1913.
2. Was ist Cannabis?
Jack Herer, Mathias Bröckers, Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf, 1993
3. Woher kommt das Wort Marihuana?
Jack Herer, Mathias Bröckers, Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf, 1993
4. Wie Hanf legal angebaut und als Nahrungsmittel verwendet werden kann
Jack Herer, Mathias Bröckers, Die Wiederentdeckung der NutzpflanzeHanf, 1993
Öl als Quelle essentieller Fettsäuren
Udo Erasmus , "Fats that Heal, Fats that Kill",1991 Nova-Institut: Hanfsamen und Hanföl als Lebensmittel undHeilmittel,2003
5.Welche Vorteile bietet der Hanf gegenüber anderen Kulturen?
Jack Herer, Mathias Bröckers, Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf, 1993
"Hemp" von Lyster H. Dewey pp. 283-346. United States Government Devontment of Agriculture, 1913.
6. Und was ist mit dem Soja?... Ist da Hanf als Proteinquelle überhaupt konkurrenzfähig?
Jack Herer, Mathias Bröckers, Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf, 1993
Widerstandsfähigkeit gegen UV-B-Strahlen "UV-B Effects on Terrestrial Plants" von Manfred Tevinie, Alan H.Teremura in "Photochemistry and Photobiology" Vol. 50 N° 4 pp.479-487. Pergamon Press Oxford, New York, 1989.
7. Wie kann Hanf für die Herstellung von Textilien verwendet werden?
Jack Herer, Mathias Bröckers, Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf, 1993
8. Warum ist Hanf besser als Baumwolle?
Jack Herer, Mathias Bröckers, Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf, 1993
"Hemp, Flax, Jute, Ramie, Kenaf and Other Industrial Fibers a Comvonison of Properties and Applications" von Gerald X. Diamond in "Cannabis Hemp Information Kit". Washington Citizens for Drug Policy Reform.
9. Wie kann Hanf für die Herstellung von Papier verwendet werden?
Jack Herer, Mathias Bröckers, Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf, 1993
"Hemp Variations as Pulp Source Researched in the Netherlands" von E.P.M. de Meijer in "Pulp & Paper" pp. 41-42. Juillet, 1993.
10. Warum kann man nicht weiterhin Holz für die Papierherstellung verwenden?
Jack Herer, Mathias Bröckers, Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf, 1993
"The Production and Handling of Hemp Hurds", Lyster H. Dewey, in "USDA Bulletin" N° 404 pp. 1-6. United States Government Departement of Agriculture.
11. Wie kann Hanf als Treibstoff verwendet werden? Folke Dovring, "Farming For Fuel"
Jack Herer, Mathias Bröckers, Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf, 1993
"Pretreatment Research Overview" von K. Grohmann, R. Torget, M. Himmel in "The DOE SERI Ethanol From Biomass Program". United States Government Devontment of Energy. "Overview : The DOE SERI Ethanol From Biomass Program" von C.E. Wyman. United States Government Devontment of Energy.
12. Warum ist Hanf besser als Erdöl?
Lynn Osburn, "Towards a Green Economy" http://www.globalhemp.com/Archives/Essays/General/towards_a_green_economy.tml
13. Wie kann Hanf als Medikament verwendet werden?
Lester Grinspoon, James B. Bakalar "Marihuana, Die Verbotene Medizin", 1994
Franjo Grotenhermen, Hanf als Medizin, 2004
Franjo Grotenhermen Cannabis und Cannabinoide ,2001
14. Sind diese Medikamente gefährlich?
Lester Grinspoon, James B. Bakalar "Marihuana, Die Verbotene Medizin", 1994
Franjo Grotenhermen, Hanf als Medizin, 2004
Franjo Grotenhermen Cannabis und Cannabinoide ,2001 15. Was kann man sonst noch aus Hanf machen?
Jack Herer, Mathias Bröckers, Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf, 1993
2) WARUM IST DER HANF VERBOTEN?
1. Wie und warum ist der Hanf illegal geworden?
Jack Herer, Mathias Bröckers, Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf, 1993
"Drugs and minority oppression" von John Helmer. Seabury Press New York, 1975.
2. Gut, aber was hat das alles mit dem Hanf zu tun? Jack Herer, Mathias Bröckers, Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf, 1993
"The Manufacture of Paper from Hemp Hurds" von Jason L.Merril in "USDA Bulletin/ Yearbook of the United States Devontment of Agriculture" n° 404 pp. 7-25. United States Government Devontment of Agriculture.
3. Soll man nun daraus schliessen, dass die Regierung nicht imstande war, Gesetze zu schaffen, die Cannabis verbieten, aber den Handel mit Industriehanf doch ermöglichen?
Jack Herer, Mathias Bröckers, Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf, 1993
"New Billion-Dollar Crop" in "Popular Mechanics" 1938, abgedruckt in Herer/Bröckers
4. Müsste man daraus nicht eine Lehre ziehen?
Noam Chomsky "Manufacturing Consent", 1999 "Marihuana Laws : A Need for Reform" von Roger Allan Glasgow in "Arkansas Law review" Vol. 22 N° 340 pp. 359-375.
3) WAS IST HANF? WAS IST ER NICHT? STIMMT ES, DASS...?
1. Speichert sich Cannabis im Fettgewebe und lässst einen monatelang « high » sein?
Franjo Grotenhermen Cannabis und Cannabinoide ,2001 "Marihuana Chemistry Genetics, Processing, and Potency" von Michael Starks. Ronin Inc., 1990.
2. Aber...Cannabis ist doch heutzutage viel stärker als in den 60er Jahren?
Lynn Zimmer, J.P.Morgan, Mathias Bröckers, Cannabis Mythen - Cannabis Fakten, 2004
3a. D.A.R.E. sagt, Cannabis würde die Hirnzellen zerstören? Trainingsunterlagen für das DARE-Personal, Abteilung T Seite 5.
3b. Wie kommt es dann, dass man « high » wird, wenn Cannabis die Hirnzellen nicht zerstört?
Lynn Zimmer, J.P.Morgan, Mathias Bröckers, Cannabis Mythen - Cannabis Fakten, 2004
"Structure of a Cannabinoid Receptor" von L. A. Matsuda , S. J.Lolait , M. J. Browstein, A. C. Young, T. I. Bonner in "Nature" Vol.346 N° 6824 pp. 561-564. , 1990.
Kein « Verschleissen » der Rezeptoren durch Cannabis
"Chronic Exposure to Delta-9-Tetrahydrocannabinol Fails to Irreversibly Alter Brain Cannabinoid Receptors" von Tracy M. Westlake, Allyn C. Howlett, Syed F. Ali, Merle G. Paule, Andrew C. Scallet, William Slikker Jr. in "Brain Research" Vol. 544 pp. 145-149. 1991.
4. Ist schon jemand vom Cannabisrauchen gestorben?
Lynn Zimmer, J.P.Morgan, Mathias Bröckers, Cannabis Mythen - Cannabis Fakten, 2004
Bureau of Mortality Statistics, 1988. "In the Matter of Marihuana Rescheduling Petition : Opinion and Recommended Ruling, Findings of Fact, Conclusions of Law and Decision of Administrative Law Judge Francis L. Young" von Hon. Francis L. Young. September, 1988.
Allergien sind selten
"Marihuana and Immunity" von Leo E. Hollister M.D. in "Journal of Psychoactive Drugs" Vol. 24 N° 2 pp. 159-164. Haight-Ashbury. Publications en association avec le Haight-Ashbury Free Medical Clinic San Francisco, Calif. : Avril, Juin, 1992.
6a. Wird meine/e Freund/in durch Cannabis zum Psychopathen? Lynn Zimmer, J.P.Morgan, Mathias Bröckers, Cannabis Mythen - Cannabis Fakten, 2004
"A Brief, Critical Look at Cannabis Psychosis" von Amit Basu in "The International Journal on Drug Policy" Vol. 3 pp. 126-127. 1992.
6b. Sind Cannabisraucher gesellschaftliche Aussenseiter?
Dieter Kleiber, Renate Soellner, Cannabiskonsum. Entwicklungstendenzen, Konsummuster, Risiken,1998
Dieter Kleiber, Karl-Artur Kovar, Auswirkungen des Cannabiskonsums , 1997
7. Ist es wahr, dass Cannabis zu Faulheit und Motivationsverlust führt?
Studie der US-Armee
"Behavioral and Biological Concomitants of Chronic Marihuana Use" von Dr. Jack H. Mendelson 1974.
Das Demotivationssyndrom bei Jugendlichen Dieter Kleiber, Renate Soellner, Cannabiskonsum. Entwicklungstendenzen, Konsummuster, Risiken,1998
Dieter Kleiber, Karl-Artur Kovar, Auswirkungen des Cannabiskonsums , 1997
Cannabis und Drogen am Arbeitsplatz
Franjo Grotenhermen, Michael Karus Cannabis, Straßenverkehr und Arbeitswelt , 2002
"Working Men and Ganja Marihuana Use in Rural Jamaica Melanie Creagan Dreher" von Melanie Creagan Dreher. Institute for the Study of Human Issues Philadelphia, 1982.
8. Öffnet Cannabis die Tür zu anderen Drogen ? Führt Cannabis zum Konsum stärkerer Drogen?
Lynn Zimmer, J.P.Morgan, Mathias Bröckers, Cannabis Mythen - Cannabis Fakten, 2004
"Marihuana reconsidered" von Lester Grinspoon M.D. Harvard University Press, Cambridge, MA, 1977.
9a. Ich möchte nicht, dass Minderjährige Drogen rauchen. Wie kann ich sie daran hindern?
Roger Liggenstorfer, Francoise Reusser u. a., Hanf-Szene Schweiz, 2004
Dieter Kleiber, Renate Soellner, Cannabiskonsum. Entwicklungstendenzen, Konsummuster, Risiken,1998 Dieter Kleiber, Karl-Artur Kovar, Auswirkungen des Cannabiskonsums , 1997
Industriehanf enthält sehr wenig THC
"Hemp Variations as Pulp Source Researched in the Netherlands" von E. P. M. de Meijer in "Pulp & Paper" pp. 41-42. Juillet, 1993.
10a. Wusstet ihr schon, dass Cannabis bei Jugendlichen das Testosteron vermindert und dadurch zu Problemen in der körperlichen und geistigen Entwicklung führt?
Lynn Zimmer, J.P.Morgan, Mathias Bröckers, Cannabis Mythen - Cannabis Fakten, 2004
"Behavioral, Neurochemical, and Neurohistological Effects of Chronic Marihuana Smoke Exposure in the Nonhuman Primate" von William Slikker Jr. et al. in "Marihuana Cannabinoids Neurobiology and Neurophysiology".
Laura Murphy, Andrzej Bartke éd. CRC Press Boca Raton, FL, 1992.
10b. Haben starke Cannabiskonsumenten eine verminderte Spermienzahl?
Lynn Zimmer, J.P.Morgan, Mathias Bröckers, Cannabis Mythen - Cannabis Fakten, 2004
"Marihuana A Signal of Misunderstanding". U.S. Government Printing Office Washington, 1972.
11. Ist es schlimmer, Cannabis zu rauchen als Zigaretten?
Lynn Zimmer, J.P.Morgan, Mathias Bröckers, Cannabis Mythen - Cannabis Fakten, 2004
"Pulmonary Hazards of Smoking Marihuana as Comvoned with Tobacco" von Tzu Chin Wu, Donald P. Tashkin, Behnam Djahed , Jed E. Rose in "New England Journal of Medicine" Vol. 318 N° 6 pp. 347-351. 1988.
“light”-Zigaretten sind auch krebserregend
"The Association of Lung Cancer with Tar Content of Cigarettes" von Franz P. Reichsman, 1980. (Thèse)
Lungenschädigung durch Rauch
"Marihuana Exposure and Pulmonary Alterations in Primates" von Suzanne E. G. Fligiel, Ted F. Beals, Donald P. Tashkin, Merle G. Paule, Andrew C. Scallet, Syed F. Ali, John R. Bailey, William Slikker Jr. in "Pharmacology, Biochemistry & Behavior" Vol. 40 N° 3 pp. 637-642. éd. 1991.
Lead 210 und N-Nitrosamin im Tabak
Joseph DiFranza in NEJM Vol. 306 N° 6. Février, 1982. Réponses in Vol. 307 N° 5. Juillet, 1982.12.
12. Leiden Kinder Cannabis rauchender Mütter am « fötalen Cannabis-Syndrom » ?
Lynn Zimmer, J.P.Morgan, Mathias Bröckers, Cannabis Mythen - Cannabis Fakten, 2004
Studie aus Jamaika
"Prenatal Marihuana Exposure and Neonatal Outcomes in Jamaica An Ethnographic Study" von Melanie C. Dreher, Kevin Nugent, Rebekah Hudgins in "Pediatrics" Vol. 93 N° 2 pp. 254-260. Februar,1994.
14) Werden durch Cannabis viele Autounfälle verursacht?
Franjo Grotenhermen, Michael Karus Cannabis, Straßenverkehr und Arbeitswelt , 2002
15) Besteht nicht die Gefahr, dass alle abhängig werden? Lynn Zimmer, J.P.Morgan, Mathias Bröckers, Cannabis Mythen - Cannabis Fakten, 2004
16a) Sind Urintests nützlich?
"Applicant Testing For Drug Use A Policy and Legal Inquiry" by Jonathan V. Holtzman in "William and Mary Law Review" Vol. 33 pp. 47-93. pub., 1991.
16b) Wäre es nicht besser, alle Konsumenten ins Gefängnis zu stecken?
"Social Behavior, Public Policy, and Non-harmful Drug Use" by Charles Winick in "The Milbank Quarterly" Vol. 69 Iss. 3 pp. 437-459. ed. published for the Milbank Memorial Fund Cambridge University Press New York, NY, 1991.
17) Ich habe gehört, dass Cannabis mehr als 400 Substanzen enthält
"Too Many Rodent Carcinogens Mitogenesis Increases Mutagenesis" by B. N. Ames, L. S. Gold in "Science" Vol. 149 pp. 971. ed. pub., 1990.
(Andere Cannabinoide)
"Marihuana Chemistry Genetics, Processing, and Potency" by Michael Starks pub. Ronin Inc., 1990.
"Marihuana, The Forbidden Medicine" by Lester Grinspoon M.D. and James B. Bakalar pub. Yale University Press New Haven, 1993.
18) Beeinträchtigt diese Droge mein Immunsystem?
Lynn Zimmer, J.P.Morgan, Mathias Bröckers, Cannabis Mythen - Cannabis Fakten, 2004
Textbearbeitung/Übersetzung: PL/HC/MB Hanf-Info