Von Seilschaften und Spinnereien

Rund ums Seil ging es am Sonntag im Bergischen Freilichtmuseum. Wer wissen wollte, wie überhaupt so ein Seil fabriziert wird, konnte sich vor der Seilerei über den Hanf informieren.

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VON GISELA SCHWARZ, 20.06.06, 12:39h

Lindlar - Nur wenige Besucher kamen am Sonntag zum Tag des Seils ins Bergischen Freilichtmuseum. Am Programm kann es nicht gelegen haben, denn die Kinder hatten jede Menge Spaß, sich ihre Springseilchen mit Seilerin Sabine Rose selbst zu drehen und die ersten Springversuche zu machen. Oder sich als Knotenkünstler zu versuchen. Willi und Simon probierten mit verdrehte Händen und Armen, Achter- und Schmetterlingsknoten zu knüpfen. Gar nicht so einfach! Wer wissen wollte, wie überhaupt so ein Seil fabriziert wird, konnte sich vor der Seilerei über den Hanf informieren, aus dem die Fasern für das Seildrehen gewonnen werden. Außerdem durfte man ausprobieren, wie die sperrigen Pflanzenbüschel gehechelt und gebrochen werden. Einer der Höhepunkte der Aktion war die Herstellung eines 60 Meter langen Seiles, an dem nicht nur die Profi-Seiler, sondern auch alle Besucher tatkräftig Einsatz zeigen mussten.

Nach dem praktischen Teil brachte ein Zauberer den Kindern den Seiltanz bei auf einen echten handgedrehten Seil. Herunterfallen war gar nicht schlimm - die Kinder landeten im weichen Stroh und konnten dann zum Jonglieren übergehen.

In der Denklinger Scheune begeisterte sich Claudio für die Mitmach-Aktionen mit purer Schafswolle. „Ich hab’ nur mit einem Stöckchen einen Wollfaden gesponnen“, berichtete er stolz dem Papa den ersten Spinnversuch. Zu Hause will der Junge daraus Socken stricken.

Hoch im Kurs stand trotz der Sommerhitze bei den Kindern der neue Naturspielplatz. Aber auch die Papas hangelten sich mit Begeisteurng über die Hängebrücke. „Es macht gar nichts, wenn heute nicht viel los ist - dann kann man sich hier richtig entspannen“, meinte Claudios Papa.

(KStA)