Verantwortungslose Behörden ?

IGFHB
Interessengemeinschaft Freiburger Hanfbauern
Communique 06 08 02
Freiburger Nachrichten Exklusiv 24H

Nach der Schliessung der Hanfläden in Fribourg und Bulle, dies zur angeblichen "Beruhigung" einiger Eltern und Lehrer, ist es jetzt an der Zeit, einige Punkte klarzustellen.

Der Hanfkonsum ist eine gesellschaftliche Realität. Auch unter Erwachsenen, der Lehrerschaft und den Behörden wird gekifft. Dies abzuleugnen, wäre Heuchelei! Selbst wenn dieselben Leute den Verkauf von Hanf an Minderjährige in Hanfläden ablehnen, bleibt doch die Tatsache, dass Verbote den Konsum und den Verkauf von Betäubungsmittel nicht verhindern konnten und können.
Diese undifferenziert gehandhabte Prohibitionspolitik führt doch ganz einfach zu einem Aufschwung des Schwarzmarktes, der vor allem von zweifelhaften Dealern beherrscht wird.
Ist es denn wirklich nötig, dass unsere Jugend den Hanf (die neue "Jugenddroge") aus dunklen Kanälen beziehen muss, wo sie unumgänglich mit harten Drogen in Kontakt kommt und sehr bald merkt, dass man für weniger Geld viel stärkeren Stoff bekommen kann.
Da Hanf auf jeden Fall konsumiert wird, muss nun vernünftig gehandelt werden! Wer unter uns hat sich noch nie, meist aus Unwissenheit, über die Subventionen an die Bauern beschwert?
Und doch sind sie es, die unseren Boden bearbeiten und die Lebensmittel produzieren. Warum sollen sie denn nicht von neuem die Hanfpflanze anbauen, umso mehr als diese Pflanze so viele Möglichkeiten bietet? Die Inhaber von Hanfläden sollten, genau wie Wirte (denn auch der Alkohol ist keine sanfte Droge...) , über einen Fähigkeitsausweis verfügen und nicht einschlägig vorbestraft sein.
Eine Rückkehr zu den alten repressiven Verhältnissen wäre für niemanden von Vorteil. Wollen wir zu Salzsäulen erstarren, so wie Lots Frau in der Bibel? Der heimliche Anbau von Hanf (in Wohnungen, Kellern usw.) bedingt einen riesigen Stromverbrauch (Atomkraftwerke!) und jede Menge Kunstdünger. Unsere Bauern jedoch pflanzen natürlichen Hanf.
Indem wird die Produktion vernünftigen und bodenständigen Leuten wie unseren Bauern überlassen und Verkaufsbewilligungen und Produktionsmethoden seriös handhaben, kann sich ein blühender und gesunder Markt entwickeln, welcher der Allgemeinheit viele Vorteile in Form von Arbeitsplätzen und Sozialleistungen bringt. Es sollte auch der THC-Gehalt von Hanfprodukten genau kontrolliert werden.
Früher hat z.B. die katholische Kirche die Scheidung nicht erlaubt, aber wegen der realen Verhältnisse musste dieses Verbot schliesslich aufgehoben werden. Genau so verurteilt die öffentliche Moral heute Drogen, aber angesichts der Wirklichkeit ist es nun höchste Zeit, dass realistische Gesetze erarbeitet werden.
Solche Verhältnisse lassen zu Recht die Frage aufkommen, was denn eigentlich die Behörden davon abhält, endlich klare und allgemeinverbindliche Richtlinien und Gesetze zu schaffen.
Mangelnde Sachkenntnis oder mangelndes Verantwortungsbewusstsein?

Marie-Jeanne