Pflanzenöl soll teuren Diesel ersetzen
Am Donnerstag fand im Greetsieler Haus der Begegnung eine hochkarätig besetzte Tagung statt, in der der Stand der Technik vorgestellt, Probleme beschrieben wurden und Anwender über ihre Erfahrungen berichteten. Organisiert wurde die Tagung vom Kompetenzzentrum Nachwachsende Rohstoffe NaRo.Net. NaRo.Net wird von Unternehmen, Gemeinden sowie den Landkreisen und kreisfreien Städten in Weser-Ems sowie vom Land Niedersachsen finanziert. Aufgabe dieses wie auch der anderen Kompetenzzentren (zum Beispiel Tourismus, Logistik, Tierhaltung oder EDV) ist es, das an einem Ort gesammelte Wissen möglichst allen in Weser-Ems zur Verfügung zu stellen.
In einem Pressegespräch vor der Tagung sagten die Referenten, die Technik sei vorhanden, Pflanzenöle als Brenn- und Schmierstoffe einzusetzen. Doch dürften auch die Probleme nicht verschwiegen werden. So berichtete Dr. Ulrike Schümann von der Universität Rostock, dass etwa ein Drittel der Traktor-Motoren in ihren Versuchen ohne Probleme laufe. Ein Drittel habe kleinere Aussetzer und beim letzten Drittel geb es erhebliche Schwierigkeiten. Die seien zum einen in der Bauart der Motoren begründet. Und zum anderen sei die Qualität des öls schwankend. Besonders das kaltgepresste aus den kleinen Anlagen sei von sehr unterschiedlicher Qualität.
Die Wissenschaftlerin geht deshalb nicht davon aus, dass, sollte es zum großflächigen Einsatz von Pflanzenöl kommen, dieses Öl in kleinen Pressen quasi bei den Bauern hergestellt wird. Man benötige große, gut kontrollierte Anlagen.