Medienmitteilung des Komitees "Pro Jugendschutz gegen Drogenkriminalität"

"Die Entkriminalisierung von Hanf auf gutem Weg"

Das Komitee "Pro Jugendschutz gegen Drogenkriminalität" hat in drei Wochen rund 65’000 Unterschriften für die Hanfinitiative gesammelt und ist über dieses Resultat sehr erfreut. Für den kommenden Abstimmungskampf ist es für die SammlerInnen sehr wichtig, dass nicht bloss unterschrieben werde, sondern auch verstanden werde, dass diese Entkriminalisierung zur Vier-Säulen-Politik des Bundes in Drogenangelegenheiten gehört. So unterzeichnen auch viele das Anliegen, welche betonen, keinen Hanf zu konsumieren, weil sie der Meinung sind, dass die Initiative diese Politik voll und ganz integriert. Dies zeigt klar, dass die aktuelle Situation in einem grossen Teil der Bevölkerung Unzufriedenheit auslöst.

Die Vermutung, vorwiegend ganz junge Leute würden das Anliegen unterstützen, erwies sich als nicht richtig. Gemäss Beobachtungen von Helferinnen und Helfern wird die Initiative auch von Schweizern und Schweizerinnen über 40 stark unterstützt. In Gesprächen werden auch die medizinischen Möglichkeiten des Hanfes immer wieder betont. Dass viele betagte Menschen die Initiative unterzeichnen, interpretiert Christa Markwalder, Kopräsidentin des Komitees wie folgt: "Ältere Leute erinnern sich wohl an die Zeit vor der Prohibition von 1951 und stellen die heutige Hanfpolitik zunehmend in Frage".

Bisher haben sich über tausend freiwillige Helferinnen und Helfer aus der ganzen Schweiz an der Unterschriftensammlung beteiligt, mehrere hundert davon alleine an der Street Parade in Zürich. Alleine an diesem Grossanlass konnten 35’000 Unterschriften gesammelt werden. Das Komitee wird mit grosser Intensität an Festivals, mit Ständen in Städten und über die Homepage http://www.projugendschutz.ch weitersammeln. Das Ziel muss sein, eine breit abgestützte Initiative vor das Schweizer Volk zu bringen.
"Es ist offenkundig, dass die Bevölkerung, im Gegensatz zum Nationalrat, der Meinung ist, dass die Schweiz die Entkriminalisierung von Hanf diskutieren soll. Gesprächsverweigerung führt zu Verhärtung und nicht zu einer sinnvollen Lösung", betont Geri Müller, Kopräsident des Komitees.