MS-Gesellschaft für Cannabis als Heilmittel
In den letzten Wochen sind immer wieder Beiträge in den Medien über die medizinische Anwendung von Cannabis erschienen. Cannabis wird von einigen MS-Betroffenen in verschiedenen Formen angewendet und wir erhalten immer wieder positive Berichte darüber. Dies hat uns zu einer Stellungnahme bewogen:
„Aus Sicht der MS-Gesellschaft wäre die Legalisierung von Cannabis im Rahmen von medizinisch begleiteten Anwendungen wünschenswert. Richtig dosiert kann Cannabis bei MS-Betroffenen durchaus wirksam sein und stellt somit eine Option bei der Symptombehandlung dar. Als Anwendungsbereiche zeichnen sich aus bisher vorliegenden Studien insbesondere Schmerzen, Spastik und Schlafstörungen ab.
Die MS-Gesellschaft befürwortet eine Legalisierung und nach entsprechender Prüfung der Wirksamkeits- und Verträglichkeitsdaten durch die zuständigen Behörden auch die Marktzulassung von Cannabis-Präparaten als kontrollierte Mengenabgabe unter Aufsicht des Arztes und der Qualitätssicherung durch die Apotheke.
In der Schweiz darf momentan kein Arzt Hanf/Cannabis verschreiben. Der Arzt kann für seine Patienten beim Bundesamt für Gesundheit lediglich ein Gesuch stellen, um Marinol zu beantragen, d.h. synthetisches THC, das aus den USA importiert wird (Kosten betragen ca. Fr. 60.— pro Tag für 2 bis 3 Kapseln). In Ausnahmefällen wird die Einnahme von Marinol vom Bundesamt für Gesundheit bewilligt“.
In Form einer Pille kostet THC Fr.6000.- pro gramm; Therapeutishen Hanf mit THC können Sie bei Hanf-Info bereits ab Fr.0,60 kaufen.
Stellungnahme der Schweiz. MS-Gesellschaft Cannabis-Medikamente für MS-Betroffene
Kontaktpersonen:
Schweiz. MS-Gesellschaft,
Annemarie Bürgi
Öffentlichkeitsarbeit
(Tel. 043 444 43 43)