Kein Zusammenhang zwischen Cannabis und psychischen Störungen
http://www.hanfjournal.de/hajo-website/artikel/2009/07juli/s21_0709_schizophrenie.php
Publiziert am: 13.07.09
Seit Jahren werden in den Medien Zusammenhänge zwischen Cannabiskonsum und der damit verbundenen Gefahr an einer Psychose zu erkranken berichtet. Noch im Jahre 2007 stützte man sich dabei auf ein Forschungergebnis des wissenschaftlischen Journals "The Lancet", welches das Risiko an einer solchen Erkrankung durch Cannabiskonsum zu erleiden auf 40% anhob. Dieses Ergebnis trug maßgeblich zur Verschärfung der englischen Cannabisgesetze und dem Vollzug von Strafen bei. Derzeit kann man in England von einer mündlichen Verwanung bis hin zu fünf Jahren im Gefängnis verbringen. Diese Gesetzesänderung trat in Kraft, obwohl selbst die Herausgeber der Lancet Studie keine direkten Zusammenhänge in dieser beweisen konnten, sondern nur Vorhersagen gemacht hatten.
Nun hat sich erneut ein Team von Forschern an der Medizinschen Schule der Keele Universität mit den Vorhersagen der Lancet Studie beschäftigt und kommt dabei zu folgendem Ergebnis: "Der erwartete Anstieg in den Diagnosen von Schizophrenie und Psychosen fand in dem Zeitraum von zehn Jahren nicht statt. Die Studie unterstützt daher nicht den Zusammenhang zwischen Cannabiskonsum und psychischen Störungen. ... Dies entspräche auch anderen Berichten, die keine ansteigende Quote bei psychischen Störungen feststellen, obwohl sich der Konsum von Cannabis in der Bevölkerung erhöhte."
Da stellt sich die Frage, ob nun eine Entschuldigung der britischen Regierung folgt oder sogar eine Veränderung in der Politik. Bleibt zu hoffen, dass die Medien für solch ein Ergebnis ebenfalls Interesse haben.
Assessing the impact of cannabis use on trends in diagnosed schizophrenia in the United Kingdom from 1996 to 2005 http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19560900
NORML Responds To New Rash Of Pot And Mental Health Claims
http://norml.org/index.cfm?Group_ID=7326
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