Helle Farben und Materialvielfalt

extile Materialien wie Hanf, Leinen und Jute werden nicht nur für das Oberblatt von Schuhen oder Sandaletten, sondern auch als Bezug für Absätze verwendet

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24.01.2006

Das Schuhinstitut präsentierte die neuen Schuhmodelle. Natur und Folklore spielen im Frühjahr und Sommer eine große Rolle am Fuß.

Helle Farben und eine üppige Materialvielfalt sind für dieses Frühjahr und den Sommer 2006 in der Schuhmode angesagt. Das Schuhinstitut (DSI) präsentierte am Dienstag in Offenbach die neuen Modelle. Auffällig ist die Rückkehr des Keilabsatzes, der häufig mit einer mehr oder weniger gemäßigten Plateausohle kombiniert ist.

Textile Materialien wie Hanf, Leinen und Jute werden nicht nur für das Oberblatt von Schuhen oder Sandaletten, sondern auch als Bezug für Absätze verwendet. Die Preise sollen nach Angaben von DSI-Geschäftsführer Philipp Urban auf gleichem Niveau wie im Vorjahr bleiben.

Natur und Folklore spielen in der Oberbekleidung im kommenden Sommer eine große Rolle - und natürlich auch am Fuß: Da finden sich hohe keilförmige Absätze aus Kork oder mit Jutekordeln bei Sandalen, die oft aus Leinen oder anderen Stoffen bestehen. Verziert sind sie mit Muscheln, Holzperlen oder Strohschleifchen. Bei dieser Ethno-Variante der Schuhmode ist Orange eine der Lieblingsfarben, "wie überhaupt gebrannte Töne", erläuterte das DSI.

Neben den oft extrem hohen Keilabsätzen kommen auch Spielformen des klassischen Holz-Clogs zu neuen Ehren - allerdings meist nur mäßig hoch und oft als Zehenpantolette. Auch hier wird an Verzierungen beispielsweise mit Münzen oder Nieten nicht gespart.

Bei feineren City-Pumps neigt sich die Zeit der extrem langen Spitzen dem Ende zu: In den Kollektionen sind immer mehr Modelle mit runden Formen zu finden. Außerdem gibt es elegante, zehenfreie Pumps mit mittelhohem Absatz in beige-braunem Glattleder. Eine Rolle spielen weiterhin Mokassins: Mit Schnürungen und Geflecht verziert, sind sie aus besonders weichem Velourleder und laut DSI "auch als Barfußschuh geeignet". Immer wieder dabei sind Grüntöne. "Grün ist die Pastellvariante, die sich in die Mode einschleicht", sagte DSI-Sprecherin Helga Cevey.

In den Vordergrund spielen sich auch Espadrilles von gelb über grün bis hin zu türkis, die mit Stoff- oder Lederbändern bis zur Wade hoch geschnürt werden. Bei Riemchensandalen in dunkleren Tönen gibt es viel Reptilienprägung, aber auch mit Leder unterlegte Häkelverzierungen.

Auch für Männer sind Sandaletten und leichte Slipper in Varianten von Weiß über Ecru bis Camel und Cognac im Angebot. "Im Herrenmodebereich kommt eine große Frische auf uns zu", sagte ein DSI-Sprecher. Der italienische Geschmack - der Mut der Männer zu helleren Schuhmodellen - breite sich aus. Dabei haben die Designer wieder überlange Spitzen entworfen. Daneben gibt es eine gemäßigtere Form als gediegene Variante. Für Stadt und Beruf stehen auch wieder Schnürschuhe aus Flechtleder in den Regalen.

Das Thema Fußballweltmeisterschaft konnte auch das DSI-Team nicht auslassen und zeigte sportliche Treter in knalligen Farben wie gelb, türkis oder rot häufig mit weiß kombiniert. Diese lösen nach und nach die Sneaker ab, wie das DSI meint. Das Schuhinstitut verwies vor allem darauf, dass die neuen Modelle viel flexibler in der Sohle geworden seien. (Ag.)