Hanf zum Aperitif
Gleich wie der Wein und das Bier kann man den Hanf und sein Harz als Droge unserer Kultur ansehen. In fast allen Nationen, inbegriffen einige Länder der Dritten Welt, ist die Hanfindustrie wesentlich (Brennerei, Pharmazie, etc.). Aber eine Person, die Hanf konsumiert hat, kann Strafen erleiden, von einer einfachen Geldbusse, über Gefängnis und in seltenen Fällen sogar die Todesstrafe. Man hat auch Beweise, dass Leute ihr Leben in einem Arbeitslager verbracht haben, weil sie Hanf konsumiert hatten. Manchmal reicht eine kleine Menge, die man auf sich trägt und nur für eigene Bedürfnisse verwendet, um sich haftbar zu machen.
Aber man findet Völker auf der ganzen Welt, welche diese Pflanze kultivieren und zwar aus gutem Grund: Der Hanf ist ein Teil ihrer alten Kultur und sie brauchen ihn vorwiegend während ihren religiösen Zeremonien. Der Konsum von Haschisch ist Teil von einem sehr wichtigen Ritual, er hilft den Magiers und den Medizinmännern den Kontakt zu ihren Vorfahren und zu einer verborgenen Welt herzustellen. Dieser Konsum wird dort gleich angesehen wie Essen und Trinken.
Der langsame Weg zur Legalisierung vom Hanf in den Europäischen Ländern und in den Vereinigten Staaten Nordamerikas ist eines der komischsten Phänomen unserer Zeit. Die Pflanze gewinnt an Interesse in den 60er Jahren mit der Hippiebewegung, in den 70-80er Jahren mit den "Yuppies" und jetzt in den 90er, wo das totale Chaos regiert. Während diesen Jahren, als der Hanf langsam wieder eingeführt wurde, verschwanden die Horrorgeschichten rund um den Hanf nach und nach. Die aufgezwungene Kriminalität der Landwirte, der Konsumenten und der Besitzer dieser Pflanze wird mehr und mehr kritisiert und geht von der Lächerlichkeit bis ins Absurde. Die Illegalität regiert immer noch, aber wie lange noch? Der Hanf hat nie getötet! Hanf macht nicht gewalttätig! Kann man das gleiche vom Alkohol, von chemischen Medikamenten und auch von anderen Drogen sagen ?