Hanf-Initiative (PJgD): NEWSLETTER September 2008 von Anne-Catherine Menétrey Savary

Sehr geehrte Damen und Herren,

Unsere Gesellschaft hat gegenüber Hanf eine scheinheilige Haltung. Obwohl Hunderttausende Hanf rauchen oder geraucht haben und unzählige Personen legale Drogen wie Alkohol, Tabak oder Medikamente konsumieren, will die Mehrheit im Parlament die Cannabis - Rauchenden weiterhin kriminalisieren.

Baden, September 2008

Sie verhindert damit, dass Hanfprodukte kontrolliert werden können und nimmt in Kauf, dass sich auch Jugendliche auf dem Schwarzmarkt eindecken. Das Risiko, dass diese so zu gepanschtem Material und mit harten Drogen in Kontakt kommen, ist gross. Und das ist gefährlich.

Wir sind deshalb der Überzeugung, dass der Hanfmarkt reglementiert werden muss, so wie es der Tabak- und der Alkoholmarkt auch sind. Dies vor allem wegen den Jugendlichen. Aber was verboten ist, kann man nicht reglementieren! Deshalb will die Initiative „ Für eine vernünftige Hanf-Politik mit wirksamen Jugendschutz“ den Hanfkonsum entkriminalisieren. Nur so kann dieser besser kontrolliert werden. Drogenkonsum ist gefährlich. Heimlich zu konsumieren, um nicht mit dem Gesetz in Konflikt zu kommen, ist noch gefährlicher. Das ist die Botschaft der Initiative! Wenn Sie Ja sagen zur Initiative, tragen Sie keineswegs zur „Liberalisierung“ der Drogen bei, aber Sie ermöglichen eine aktive und effiziente Präventionspolitik.

Im Zusammenhang mit Cannabis herrscht zur Zeit in der Schweiz ein raues Klima. Die Personen, die es wagen, sich für diese Initiative zu engagieren, sind deshalb nicht so häufig anzutreffen. Dies, obwohl der Vorschlag, den die Initiative enthält, genau dem entspricht, was der Bundesrat selber in seinem Vorschlag zur Revision des Betäubungsmittelgesetzes eingebracht und was das Parlament abgelehnt hatte.

Jetzt kommt das Gesetz gleichzeitig mit der Initiative vors Volk. Es hält das Konsum- und Erwerbsverbot aufrecht. Die Mehrzahl der betroffenen Organisationen und Institutionen (Parteien, Sozialpartner, Elternvereinigungen, LehrerInnen, Polizei) bereiten sich darauf vor, die Gesetzesrevision zu unterstützen und die Initiative fallen zu lassen.

Das ist ein grosser Rückschritt! Unser Komitee braucht deshalb dringend Ihre Unterstützung. Wir haben keine potente Lobby hinter uns und unsere Mittel sind ausserordentlich bescheiden. Aus diesem Grund gelangen wir an Sie mit der Bitte um finanzielle Unterstützung und um Ihr Engagement in dieser Sache.

Ganz herzlich Dank bereits heute!

Anne-Catherine Menétrey Savary Ehem Nationalrätin, Grüne, VD

Koordination PJgD, Bahnhofstrasse 7, 5401 Baden, info chez projugendschutz.ch, 056/ 221 12 06 Postcheckkonto 87-542175-4