Die Erlkönigin 2004
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Wer reitet so spät durch Nacht und Wind? Das ist Vater Staat und Michel sein Kind. |
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Er glaubte den Knaben fest im Griff. Doch dann sank bei Pisa die Bildung am Riff: |
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Zum Doktor hin geht es, der Weg ist enorm. Die Ärzte sind rar durch Gesundheitsreform. |
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Mein Vater ! Mein Vater ! Was schreien dort Leute.
Das ist unser Kanzler mit ihm schreit die Meute: |
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"Agenda, Agende Zweitausendzehn.! Das Volk muß bezahlen, noch lebt es zu schön". |
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Warum will ein Räuber unsere Taschen? Das ist der Eichel, der Euros will haschen. |
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Dort hinter den Büschen, da lauscht eine Bande.
Das sind Schilys Spitzel. Es ist eine Schande. |
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Was soll in der Heide das Krachen und Dröhnen?
Wir sollen uns wieder an Bomben gewöhnen. |
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Dort haben die Bonzen den Frieden versprochen. Nach dem sie gewählt, war das Wort schnell gebrochen. |
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Mein Vater! Mein Vater und hörest Du nicht, was Erlkönigin mir leise verspricht? |
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Komm lieber Michel und wähle mich gar schöne Märchen hab ich für Dich! |
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Vom blühendem Land und vollen Kassen, Von Wohlstand für alle, auch untere Klassen. |
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Mein Sohn ! Mein Sohn! Ich hör` es genau: Es lügt nur Angela Merkel so schlau. |
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Mein Vater! Mein Vater ! Jetzt rührt sie mich
an! Erlkönigin hat ein Leid mir getan. |
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Sie sagt ich soll sterben im Hindukusch, so will es auch Struck im Auftrag von Bush. |
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Dem Vater, ihm grauset, er reitet geschwind. Er hält in den Armen das ächzende Kind. |
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Erreicht einen Notarzt mit Mühe und Not, In seinen Armen, der Michel ist tot. |