Die CVP will, dass Jugendliche unter 18 eine Busse bezahlen müssen, wenn

Die CVP will, dass Jugendliche unter 18 eine Busse bezahlen müssen, wenn sie beim Kiffen erwischt werden.

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Tages-Anzeiger vom Donnerstag, 12. Januar 2006

Morgen wird die Hanf-Initiative eingereicht. Sie verlangt, Anbau, Verkauf und Konsum von Haschisch und Marihuana seien zu entkriminalisieren.

Gleichzeitig müsse der Bund den Jugendschutz verstärken. Obwohl die Initiative nichts anderes verlangt als das, was schon Bundesrat und Ständerat für gut befunden haben, sind ihre Chancen ungewiss. Bei den Mitteparteien mehren sich die Stimmen, auf die Initiative mit einem mehrheitsfähigen Gegenvorschlag zu reagieren.

Bei der FDP könnte man sich vorstellen, nur gerade den Hanfkonsum zu liberalisieren, nicht aber Anbau und Handel. Die CVP, die in dieser Frage eine zentrale Rolle spielt, hält an ihrem Bussenmodell fest. Jugendliche unter 18 Jahren müssten demnach mit empfindlichen Geldbussen rechnen, bei Erwachsenen würde nach Ermessen reagiert, was einer faktischen Entkriminalisierung des Konsums entspricht. Der Lehrerverband unterstützt ein solches Modell, seitens der Polizei bleibt man skeptisch. (jmb.)