Der Endspurt ist lanciert!

Pressemitteilung 24. Januar 2005

Letzte Woche fand die dritte Generalversammlung des Komitees Pro Jugendschutz gegen Drogenkriminalität (PJgD) in Bern statt. Die von Geri Müller (Grüne AG) geleitete Versammlung war gut besucht, neben den Nationalrätinnen, Ursula Wyss (SP Bern) und Christa Markwalder (FDP Bern) nahm PJ Wassermann, Musiker der Band "Matterhorn Project" teil.

Kernpunkt der lebhaften Diskussion waren Überlegungen, wie die noch fehlenden Unterschriften eingeholt werden sollen. Da winterfeste Sammler Mangelware sind und in den letzten Monaten nur ein harter Kern von Aktivisten für die Initiative unterwegs war, hat der Zufluss von Unterschriften stark nachgelassen. Deshalb richtet das Komitee einen Appell an alle befürwortenden Personen und Organisationen, sich aktiv an der Sammlung von Unterschriften zu beteiligen - um am 20. Juli 2005 zum 1. Geburtstag der Initiative die beglaubigten 100.000 Unterschriften einreichen zu können. Es gelte, in der Öffentlichkeit deutlich zu machen, dass noch nicht alle Schäfchen im Trockenen sind - und es noch einer gemeinsamen Anstrengung aller Beteiligten bedarf, die Initiative zum Erfolg führen - so der Tenor in den Beiträgen verschiedener Komitee-Mitglieder.

Der zu Beginn der Initiative annoncierte Rekordversuch wird mittlerweile als strategischer Fehler der damaligen Kampagnenleitung eingeschätzt. Nicht nur, weil die auf Geschwindigkeit ausgerichtete Sammlung überdurchschnittlich viele ungültige Unterschrifteneinträge zur Folge hatte, sondern weil das Gerede vom Rekord auch die allgemeine Motivation sinken lies. Hinzu kommt, dass die eingegangenen gut 92’000 Unterschriften vermitteln, dass kein Efford mehr für die Sammlung notwendig ist. "Uns ist die Auseinandersetzung mit den Unterzeichnenden wichtiger als dieser Rekordversuch" - so Geri Müller, der einmal mehr auf die Notwendigkeit einer Reform des Betäubungsmittelgesetzes verwies. Eine Anpassung des BetmG an die aktuelle Situation ist wichtig für einen nachhaltigen Jugendschutz und eine greifende Prävention, weil der Umgang mit den Genussmitteln erlernt werden muss. Verbote und Strafen haben nicht das Erhoffte gebracht, im Gegenteil, sie haben mehr Probleme geschaffen.

Mit einem Appell sollen alle an einer Reform Interessierten aufgerufen werden, bei der Sammlung der noch fehlenden gut 30.000 Unterschriften mitzuhelfen. Das Komitee PJgD ist auf finanzielle Unterstützung dringend angewiesen, um die reibungslose und schnelle Beglaubigung der Unterschriften zu gewährleisten. Unter www.projugendschutz.ch können die Unterschriftenbögen ausgedruckt, Informationen zu lokalen Sammelaktionen nachgelesen und Spendenzusagen platziert werden.

Baden, den 24. Januar 2005