«Ich bin schockiert», sagt Sabina Geissbühler, Präsidentin der Schweizerischen Vereinigung Eltern gegen Drogen. «Es sah wirklich so aus, als gäbe es diese Messe künftig nicht mehr.»
Anfang Jahr hatte die Vereinigung Anzeige gegen die Cannatrade eingereicht - wegen Anstiftung zu Konsum, Handel und Anbau von Hanf. Doch nun steht fest: Im nächsten März kommt die umstrittene Messe wieder nach Bern. Erneut locken die Organisatoren mit Highlights wie einem Joint-Roll-Wettbewerb, einem Hanf-Lehrpfad sowie einem grossen Indoor-Feld. Daraus wurde an der letzten Cannatrade nichts, weil die Walliser Polizei einen grossen Teil der 3000 bestellten Pflänzli noch vor der Messe vernichtet hatte.
Ob mit oder ohne Indoor-Feld: Hanfgegner sagen der Cannatrade den Kampf an: «Ich bin mit zahlreichen Politikern im Gespräch und werde mich mit dem Statthalteramt sowie der Polizei in Verbindung setzen», sagt Geissbühler. Die Gewerbepolizei hatte an der Cannatrade 2006 zwar täglich Kontrollen durchgeführt. Das reicht Geissbühler aber nicht: «Hoffentlich kann die Messe verhindert werden.»