Bürgerliche Parteien verweigern besseren Jugendschutz
«Mit dem Nein zur Hanfinitiative und der Weigerung, einen Gegenvorschlag auszuarbeiten, stecken die bürgerlichen GesundheitspolitikerInnen den Kopf in den Sand. Sie verhindern mit dieser Haltung, dass der Jugendschutz beim Suchtmittelkonsum verbessert werden kann», kritisiert Nationalrätin Jacqueline Fehr. Diese Verweigerungshaltung ist verantwortungslos. Der Suchtmittelkonsum der Jugendlichen ist nach wie vor hoch, wie vor ein paar Tagen publizierte Zahlen zeigen. In dieser Studie wird auch klar, dass der Legalstatus einer Substanz keinen Zusammenhang mit der Attraktivität einer Substanz bei den Jugendlichen hat. Die SP Schweiz unterstützt die Initiative «für eine vernünftige Hanf-Politik mit wirksamem Jugendschutz» und wird sich auch auf anderen Wegen für kohärente Suchtpolitik einsetzen, wie sie vor kurzem in einem Positionspapier zum Ausdruck brachte.
23.02.2007
«Mit dem Nein zur Hanfinitiative und der Weigerung, einen Gegenvorschlag auszuarbeiten, stecken die bürgerlichen GesundheitspolitikerInnen den Kopf in den Sand. Sie verhindern mit dieser Haltung, dass der Jugendschutz beim Suchtmittelkonsum verbessert werden kann», kritisiert Nationalrätin Jacqueline Fehr. Diese Verweigerungshaltung ist verantwortungslos. Der Suchtmittelkonsum der Jugendlichen ist nach wie vor hoch, wie vor ein paar Tagen publizierte Zahlen zeigen. In dieser Studie wird auch klar, dass der Legalstatus einer Substanz keinen Zusammenhang mit der Attraktivität einer Substanz bei den Jugendlichen hat. Die SP Schweiz unterstützt die Initiative «für eine vernünftige Hanf-Politik mit wirksamem Jugendschutz» und wird sich auch auf anderen Wegen für kohärente Suchtpolitik einsetzen, wie sie vor kurzem in einem Positionspapier zum Ausdruck brachte.
Der Konsum von Tabak, Alkohol und Cannabis hat sich bei den Jugendlichen auf hohem Niveau stabilisiert. Dies hat die jüngst publizierte Studie der schweizerischen Alkoholfachstelle (SFA) und des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) gezeigt. Dabei wird klar, dass insbesondere der problematische Konsum der Substanzen am ehesten über Prävention, geeignete Therapie und Preisbildung beeinflusst werden kann. Die Frage, ob eine Substanz illegal oder legal ist, hat hingegen keine Auswirkung auf die Attraktivität einer Substanz. Damit bestätigt sich die Erkenntnis, dass das Verbot von Cannabis keine generalpräventive Wirkung hat.
Die SP Schweiz unterstützt die Initiative «für eine vernünftige Hanf-Politik mit wirksamem Jugendschutz»: Die Initiative ist ein wichtiger Schritt in Richtung einer kohärenten Suchtpolitik, indem es willkürliche Unterschiede zwischen verschiedenen Substanzen aufhebt und verstärkt auf den Jugendschutz und die Gefahren des problematischen Konsums fokussiert. Am 6. Dezember 2006 hat die SP-Fraktion ein Grundlagenpapier für eine nüchterne und zukunftsgerichtete Suchtpolitik vorgestellt, welche auch die Forderungen der Initiative integriert.
Link zum Positionspapier:
http://al.sp-ps.ch/data/DIV/Medienkonferenzen/061206_Sucht/2006-12-06_Grundlagenpapier_d.pdf
