Auch die Stadt Bern soll Cannabis verkaufen.
Forderung: Stadt soll Hasch und Gras verkaufen
Auch die Stadt Bern soll Cannabis verkaufen.
Das finden Politiker und fordern eine Beteiligung am Zürcher Pilotprojekt für ein legales Kiffen.
www.20min.ch 21. Juni 2010 von Nina Jecker
Anstatt beim Dealer auf der Gasse sollen Berner Kiffer ihren Stoff schon bald bei einer offiziellen städtischen Verkaufsstelle beziehen können. Das fordern Stadträte von grün bis freisinnig. Sie wollen, dass Bern beim wissenschaftlich begleiteten Pilotversuch für staatlichen Hanf-Verkauf mitmacht, den das Zürcher Parlament letzte Woche beschlossen hat (20 Minuten berichtete). «Wenn weitere Städte dabei sind, wird der Druck auf den Bund bezüglich Legalisierung stärker», so die Berner Stadträtin Aline Trede (Grünes Bündnis). «Eine grössere Datenmenge ist zudem aussagekräftiger.»
Der Versuch soll zeigen, was eine staatliche Abgabe überhaupt bringen würde. Trede ist bereits mit den Zürcher Initianten in Kontakt, ein Vorstoss im Berner Stadtrat soll folgen. Unterstützt würde dieser von Juso-Frau Tanja Walliser und der grünliberalen Stadträtin Tanja Sollberger. «Nur so kann man die Qualität des Stoffs kontrollieren», sagt Sollberger. Auch FDP-Kollege Christoph Zimmerli ist dafür: «Es verhindert, dass Konsumenten beim Dealer mit härteren Drogen in Kontakt kommen.»
Auf Zustimmung stösst die Idee auch bei den Suchtexperten von Contactnetz: «Ein Testlauf zur Datenerhebung wäre sehr sinnvoll», so Geschäftsleiter Jakob Huber.